„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Neue Techniken kompensieren Behinderungen im Alltag und Beruf

Moderne Prothesen bringen körperlich behinderte Sportler bis zur Weltmeisterschaft

Etwa ein Viertel aller schwerbehinderten Menschen in Deutschland können Arme und Beine nicht vollständig bewegen oder haben Funktionseinschränkungen an Wirbelsäule und Rumpf. Jüngste Entwicklungen in der Technischen Orthopädie helfen, diese körperlichen Behinderungen besser zu kompensieren. Silikontechnik, elektronische Kniepassteile oder an Prothesen gekoppelte körpereigene Nerven ermöglichen Betroffenen, Alltägliches wie Treppensteigen wieder zu bewältigen.

Ob insbesondere deutsche Orthopäden und Unfallchirurgen im Vergleich zu ihren Kollegen aus Nachbarländern zu häufig operieren, ist bislang nicht belegt. Ursache für die zunehmende Zahl an Operationen sind vor allem der medizinische Fortschritt und der steigende Versorgungsbedarf einer älter werdenden Bevölkerung. Doch aussagefähige Daten über die Versorgungssituation fehlen bislang. Dafür setzten sich daher jetzt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) ein.

Bei Unfall, Erdbeben, Massenpanik oder Terroranschlag richtig handeln

TraumaNetzwerke garantieren flächendeckende Notfallversorgung im Ernstfall

Große Naturereignisse wie Erdbeben, Tsunamis oder Flutkatastrophen, aber auch terroristische Anschläge oder Amokläufe stellen an Unfallchirurgen, Orthopäden und Rettungspersonal hohe Anforderungen. Optimale Vernetzung, klar definierte Ablaufpläne und regelmäßige Übungseinsätze sollen helfen, auch auf außergewöhnliche Ereignisse mit vielen Verletzten und Schwerverletzten schnell und umfassend zu reagieren. Wie die Katastrophenmedizin auf Großschadensereignisse vorbereitet ist und welche Rolle dabei die TraumaNetzwerke spielen, diskutieren Experten auf der Pressekonferenz am 27. Oktober 2011 im ICC Berlin anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2011 (DKOU).

Am 20.10. erscheint die Erstausgabe der „Orthopädie und Unfallchirurgie - Mitteilungen und Nachrichten“. Mit dem neuen Publikationsorgan bekommt das Fach „Orthopädie und Unfallchirurgie“ endlich eine gemeinsame Plattform zum Informationsaustausch.

Nicht jede Therapie geeignet für Sportschäden bei Jugendlichen

Junge Athleten leiden immer häufiger unter Ermüdungsbrüchen

Sportunfälle sind nach häuslichen Verletzungen die zweithäufigste Verletzungsursache in unserem Land. Mehr als fünf Prozent der sportlich aktiven Deutschen erleiden innerhalb eines Jahres eine Sportverletzung. Männer unter 30, die mehr als vier Stunden Sport pro Woche treiben, sind am meisten gefährdet. Im jugendlichen Alter verursacht in mehr als der Hälfte der Fälle Überlastung die Beschwerden: Orthopäden und Unfallchirurgen stellen allein 42 Prozent aller Stressfrakturen bei jungen Menschen zwischen 15 und 19 Jahren fest. Knorpelschäden beim Jugendlichen und beim jungen Erwachsenen beinhalten stets das Risiko eines frühzeitigen Gelenkverschleißes, müssen frühzeitig erkannt und adäquat behandelt werden. Bei einer Operation gilt es, wachstumsbedingte Unterschiede zwischen Jugendlichen und Erwachsenen zu beachten. Ansonsten droht eine Fehlstellung der betroffenen Gliedmaßen. Welche Therapie für den verletzten jungen Athleten die richtige ist, diskutieren Experten auf der Pressekonferenz am 25. Oktober 2011 im ICC Berlin anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2011 (DKOU).

Operationen an Knochen und Gelenken zählen zu den schmerzhaftesten Eingriffen in der gesamten Chirurgie. Eine wirksame und interdisziplinäre Schmerztherapie erspart dem Patienten nicht nur viel Leid, sie beschleunigt auch seine Mobilisierung nach der Operation und verhindert, dass die Schmerzen chronisch werden. Welche Strategien dem Patienten in der akuten Phase nach einer Verletzung oder einem operativen Eingriff mehr Lebensqualität garantieren und worauf es bei einer erfolgreichen Schmerzbehandlung ankommt, diskutieren Experten auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 25. bis 28. Oktober 2011 in Berlin.

Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates steigen weltweit rasant an:

Erste Ergebnisse zur WHO-Bone and Joint Decade auf dem DKOU

Deutsche Medizinstudenten lernen zu wenig über orthopädische und

unfallchirurgische Zusammenhänge: Während in Deutschland bereits 30 Millionen Menschen

an Erkrankungen und Verletzungen des Haltungs- und Bewegungsapparates leiden, machen

Lehrinhalte dieser Fachrichtung unter sechs Prozent des gesamten Lernstoffs eines

Medizinstudiums aus. Die von der WHO im Jahre 2000 entwickelte Initiative „Bone and Joint

Decade 2000-2010“ (BJD) sollte den weltweit rasanten Anstieg an muskuloskeletalen

Erkrankungen und Verletzungen stoppen und Lehre und Forschung international weiter

ausbauen. Auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 25.

bis 28. Oktober 2011 berichten Experten über erste Ergebnisse der Dekade und ihre

Fortführung bis 2020.

Berliner Feuerwehr auf dem DKOU:

Experten führen Höhenrettung am Funkturm durch

In Deutschland gibt es jährlich etwa 600 Brandopfer. In Großstädten

ist die Brandgefahr in Gebäuden höher als auf dem Land, da viele Menschen auf kleinem Raum

leben. Allein in der Bundeshauptstadt sind daher über 3 500 Feuerwehrleute im Einsatz.

Darunter auch über 500 speziell ausgebildete Höhenretter, die Menschen in einsturzgefährdeten

Bereichen, Hochhäusern oder tiefliegenden U-Bahnschächten bergen können. Auf dem

Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin findet am 28.

Oktober 2011 der Aktionstag Rettungsdienst statt. Höhepunkt des Tages ist eine

Einsatzvorführung „Höhenrettung“ der Berliner Feuerwehr. Interessierte erhalten hier einen

Eindruck über Rettungsmethoden und können sich über Ausbildung und Einsatzgebiete der

speziellen Feuerwehr-Rettungstruppe informieren. Für Rettungsdienstpersonal ist der

Kongressbesuch an diesem Tag kostenfrei.

Startschuss für eine verbesserte Schwerverletztenversorgung in Ostwestfalen

Unfallchirurgen bauen beispielhaftes, neues Versorgungsnetzwerk auf

20 unfallchirurgische Kliniken in Ostwestfalen haben sich zum Traumanetzwerk Ostwestfalen zusammengeschlossen. Die Kliniken und das gesamte Netzwerk wurden nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, die in einem Weißbuch festgelegt sind, zertifiziert.

„Grenzen überwinden, Ziele erreichen“ lautet das Leitthema des gemeinsamen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU). Es handelt sich dabei um den größten europäischen Kongress in diesem Bereich