„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) veranstalten zusammen mit fünf chirurgischen Fachgesellschaften vom 18. bis 19. März den ersten Nachwuchskongress Chirurgie in Berlin. Unter dem Titel „Schnittpunkt Chirurgie“ bildet der Kongress in verschiedenen Veranstaltungssträngen den gesamten chronologischen Werdegang angehender Chirurgen ab. Das Kongressformat ist bisher erst- und einmalig auf dem deutschen Bildungsmarkt, teilt Professor Wolfgang Schröder, Leiter der Akademie für chirurgische Weiterbildung und praktische Fortbildung, mit.

In Deutschland gibt es zurzeit mehr als neun Orthopäden und Unfallchirurgen pro 100 000 Einwohner – und damit eine sehr gute Versorgung im europäischen Vergleich. Allerdings haben in manchen Regionen Patienten weite Wege zum Facharzt: Das ist insbesondere in der Notfallversorgung oder bei komplizierten Eingriffen heute schon problematisch. Gleichzeitig liegen Zahlen vor, die vermuten lassen, dass in manchen Bereichen mehr medizinische Betreuung als notwendig vorgenommen wird. Welche Maßnahmen sowohl Unter- als auch Überversorgung zukünftig verhindern können, diskutierten Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) kürzlich in der Berliner Veranstaltung „Zukunftswerkstatt der DGOU 2010“.

Am 1. Januar wird Prof. Dr. med. Tim Pohlemann (52) neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Er vertritt damit die Interessen von 4300 Unfallchirurgen. Zugleich übernimmt er die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Wie die DGU mitteilt, dauert die Amtszeit ein Jahr.

Aktuelle Ergebnisse aus dem TraumaRegister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

Sinkende Sterblichkeit von Schwerverletzten in Deutschland

Seit dem fünften Jahr in Folge zeigt sich eine deutlich niedrigere Sterblichkeit von schwerverletzten Patienten. Danach liegt heute die Sterblichkeit von schwerverletzten Patienten nach eingeleiteter Unfallversorgung um zwei Prozent unterhalb der Sterblichkeit von vor zehn Jahren. Dies belegt eine aktuelle Auswertung des seit 15 Jahren existierenden TraumaRegisters der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Unter diesem Titel berichten 41 Unfallchirurgen aus drei Generationen in 20 Einzelbeiträgen über die Entwicklung des einstigen chirurgischen Teilgebietes aus nachkriegsbedingten Einschränkungen zur umfassenden lebenserhaltenden und wiederherstellungschirurgischen Fachkompetenz. Das 325 Seiten starke Buch versteht sich als Synopsis, welche wie Meilensteine Wege und erreichte Ziele historisch fixiert und wichtige Zeitzeugenaussagen dokumentiert.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) sagt „Runter vom Gas!“. Seit dem 26. Oktober 2010 setzen sich die Verkehrssicherheitskampagne des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) im Zusammenspiel mit der DGU dafür ein, die Zahl der verletzten oder tödlich verunglückten Verkehrsopfer in Deutschland weiter zu senken. Gemeinsam wollen die Partner in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Verkehrssicherheit lenken.

Patientenwunsch versus Finanzierbarkeit

Neue Operationstechniken bei Rissen im Schultergelenk

Altersbedingte Abnutzungsprozesse im Schultergelenk sind häufig: Bis zu 50 Prozent der älteren Menschen haben kleine Risse im Schultergelenk, ohne es zu wissen. Liegt ein schmerzhafter Riss vor, muss operiert werden, um das Gelenk wieder bewegen zu können. Welche der verschiedenen Operationstechniken die besten Ergebnisse erzielt, ist zurzeit eine der aktuellen Fragen in der Unfallchirurgie, und eines der Schwerpunktthemen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 26. bis 29. Oktober 2010 in Berlin.

BMVBS und DVR kooperieren mit der Deutschen Gesellschaft fu?r Unfallchirurgie (DGU)

„Runter vom Gas!“ und die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie bündeln ihre Kräfte für mehr Verkehrssicherheit

Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin wurde am 26. Oktober 2010 die neue Kooperation der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie offiziell verkündet.

Simulationstraining für optimale unfallchirurgische Versorgung:

Fehlerquellen bei medizinischen Notfällen minimieren

Die meisten Zwischenfälle in der Medizin sind vermeidbar. Mit über 70 Prozent ist der sogenannte „Human Factor“ die größte Fehlerquelle: Es mangelt nicht an Fachwissen, sondern das medizinische Personal hat Probleme beim Umsetzen in die Realität. Insbesondere bei Notfällen können Stress, Unübersichtlichkeit oder fehlende Kommunikation die Sicherheit des Patienten gefährden. Wie gezielte Personalschulung – in Form von Simulationstrainings – Risikofaktoren mindern können, präsentieren Experten auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 26. bis 29. Oktober 2010 in Berlin.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule ein neues Studienmodell entwickelt, das Pflegekräfte nach einer dreijährigen Ausbildungszeit für Arzt-Assistenztätigkeiten in OP, auf den Stationen und den Ambulanzen an orthopädisch-unfallchirurgischen Kliniken und Niederlassungen qualifizieren soll. Bewerbungsstart jetzt!