„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Zum fünften Mal in Folge betreute Intercongress als einer der führenden PCOs Deutschlands den Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. Vom 21. bis 24. Oktober 2009 bot die Veranstaltung im ICC Berlin ein breites Forum für Forschung, Fortbildungsmöglichkeiten, Produktinformationen und inspirierende Begegnungen. Über 11.000 Teilnehmende, darunter etliche Gäste aus dem Ausland, betroffene Patientinnen und Patienten, Studierende und Wirtschaftsdelegierte, nahmen am Kongress teil.

Grundlagenforscher suchen nach Wegen, die Knochenheilung bei älteren Menschen zu verbessern. Stammzellen aus dem Knochenmark, deren regenerative Fähigkeiten im Labor verbessert werden, könnten ein Schlüssel zum Erfolg sein. Experten stellen anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie ihre Ergebnisse vor.

Das Qualitätsmodul des TraumaRegisters der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), kurz TraumaRegisterQM, steht ab sofort allen am TraumaNetzwerk DGU® teilnehmenden Kliniken online zur Verfügung. Es ergänzt das bereits bestehende TraumaRegister der DGU. 40 Parameter erfassen im webbasierten Modul anonymisiert relevante Daten über Verlauf und die Verletzungsfolgen von Patienten. Dadurch ist nicht nur ein regelmäßiges Benchmarking mit anderen Kliniken im Netzwerk möglich. Zudem können Teilnehmer auch kurzfristig therapeutische Maßnahmen abgleichen und verbessern. Das Hauptziel des derzeit weltweit einzigartigen Registers ist die bessere Versorgung schwerverletzter Patienten.

Viele Kinder, die geschlagen, getreten oder auf andere Weise körperlich misshandelt werden, benötigen danach ärztliche Hilfe. Der wahre Grund der Verletzung wird beim Arztbesuch jedoch verschwiegen. Häufige Verletzungen am Skelett sind jedoch auf dem Röntgenbild sichtbar. Wie Misshandlungen nachgewiesen und die Verletzungen für spätere Gerichtsverfahren dokumentiert werden können, ist ein Thema des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin.

Eine künstliche Hüfte oder ein neues Kniegelenk sind heute kein Grund mehr, auf Sport zu verzichten. Im Gegenteil: Durch die Schmerzfreiheit sind viele Menschen nach der Operation wieder motiviert und wollen sich körperlich betätigen. Aus medizinischer Sicht spricht nichts gegen Sport mit Kunstgelenken, erklären Experten anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin. Bestimmte Regeln müssten aber eingehalten werden.

Obwohl es wirksame Mittel gegen Osteoporose – den Knochenschwund im Alter – gibt, erhält nur eine Minderheit der betroffenen Menschen eine angemessene Behandlung. Grund dafür ist, dass diesem Krankheitsbild noch immer nicht die notwendige Bedeutung geschenkt wird, die ihm dringend gebührt. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) beklagen die mangelnde Umsetzung der vorhandenen Behandlungsleitlinien.

Trotz der angestrebten Rationierung im Gesundheitssektor wollen Orthopäden und Unfallchirurgen ihre Patienten mit Qualität und Einsatzbereitschaft optimal versorgen. „Mit Herausforderungen leben“ lautet daher das Leitthema des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie vom 21. bis 24. Oktober 2009 in Berlin. Das Motto bezieht sich ebenso auf die medizinischen Fortschritte. Im Mittelpunkt stehen dabei die Versorgung Schwerverletzter und Schwerbehinderter, aber auch gesundheitspolitische Forderungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU). Für den BVOU ist der diesjährige Kongress zugleich die 50. Fortbildungstagung, die mit einer Jubiläumsveranstaltung begangen wird.

Ziel des TraumaNetzwerkes (TNW) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist es, jedem Schwerverletzen in Deutschland rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen. Doch dies allein reicht nicht aus: Wichtig ist, dass alle an der Rettung und Behandlung eines Schwerverletzten beteiligten Partner - vom Rettungssanitäter bis zum Neurochirurgen - Hand in Hand arbeiten. Wie die Überlebenschancen schwerverletzter Patienten durch optimale Vernetzung weiter verbessert werden können, berichten Experten anlässlich des 1. Jahreskongresses TraumaNetzwerk DGU in Marburg.

Nach der Rettung und Erstversorgung eines Schwerverletzten müssen zwei für den Patienten überlebenswichtige Fragen beantwortet werden: In welche Klinik soll er gebracht werden? Wie viel Zeit nimmt dies in Anspruch? Ziel ist es, dass jeder Schwerverletzte innerhalb von rund 30 Minuten vom Unfallort in den Behandlungsraum eines geeigneten Krankenhauses transportiert werden kann. Welche Faktoren die Behandlungsqualität und die Überlebenswahrscheinlichkeit zusätzlich maßgeblich beeinflussen, zeigt ein Bericht des TraumaNetzwerkes (TNW) Ostbayern. Dieser wird anlässlich des 1. Jahreskongresses TraumaNetzwerk DGU in Marburg vorgestellt.

59 TraumaNetzwerke (TNW) mit rund 700 Kliniken verbessern die Versorgung Schwerverletzter in Deutschland. Davon können jährlich rund 35 000 schwerverletzten Patienten profitieren. Denn entscheidend für das Überleben und die Lebensqualität des Patienten nach dem Unfall ist die schnelle und präzise Diagnose der Verletzungen sowie deren bestmögliche Behandlung. Um dies zu gewährleisten, hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) das weltweit einzigartige Projekt TraumaNetzwerk etabliert. Anlässlich des 1. Jahreskongresses TraumaNetzwerk DGU diskutieren Experten, wie die Qualität sowohl in der Notfallrettung als auch stationär noch weiter verbessert werden kann.