„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Unfallchirurg werden und sein

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Fachärztinnen/-ärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

Unfallchirurgie und Orthopädie sind seit 2004 zu einem Fach verschmolzen – mit klarem Vorteil für Patient und Arzt: Fachärzte/-innen für Orthopädie und Unfallchirurgie kennen die interdisziplinären Zusammenhänge und stehen Patienten aller Altersgruppen im gesamten Behandlungsprozess als kompetente Experten zur Seite.

Dies gilt für

  • Erkrankungen und Funktionsstörungen der Bewegungsorgane,
  • einfache oder komplexe Verletzungen,
  • akute und chronische Schmerzbehandlung,
  • die Prävention von Erkrankungen und Verletzungen.

 

In ihrer sechsjährigen Facharzt-Weiterbildung erlernen die Assistenzärzte alle Inhalte der ehemals eigenständigen Bereiche Orthopädie und Unfallchirurgie. Im Rahmen eines umfassenden Curriculums wird ihnen ein breites Spektrum an klinischer und apparativer Diagnostik vermittelt. Zudem erwerben sie praktische Erfahrungen in konservativer sowie operativer Therapie und erlernen wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung und Rehabilitation.

Mit ihrem breiten Wissen und ihrer fundierten Erfahrung in unterschiedlichen Spezialbereichen betreuen die Fachärzte/-innen Patienten mit oftmals hochkomplexen Krankheitsbildern und Verletzungen optimal und zuverlässig.

Die Experten für „Spezielle Unfallchirurgie“

Darüber hinaus können Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie über eine Zusatzweiterbildung im Fach „Spezielle Unfallchirurgie“ Spitzenkompetenz erwerben.

Die Spezielle Unfallchirurgie umfasst in Ergänzung zum Facharzt die Behandlung von Verletzungen höherer Schwierigkeitsgrade und von deren Folgezuständen sowie die Organisation, Überwachung und Durchführung der Behandlung von Schwerverletzten.

Fachärztinnen und Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“ haben eine Führungsrolle und tragen die Verantwortung bei der interdisziplinären Behandlung von Unfallverletzten. Sie verfügen über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der prähospitalen Versorgung, in der Notfall- und der Intensivmedizin sowie über spezielle Kenntnisse der Pathophysiologie des Traumas. Daher verstehen Unfallchirurgen eine Mehrfachverletzung als eigenes Krankheitsbild und nicht als Summe von Einzelverletzungen. Auch bei schweren Einzelverletzungen ist die Wiederherstellung von Anatomie, Funktion und Lebensqualität des Unfallverletzten ein vorrangiges Ziel. Dazu gehört auch die Behandlung von schwerwiegenden Unfallfolgen und Komplikationen.

Mit allen geeigneten Mitteln tragen Unfallchirurgen zu einer raschen sozialen und beruflichen Wiedereingliederung von Unfallverletzten bei.

Zusatzweiterbildungen

Zudem können Fachärzte/-innen über weitere Zusatzweiterbildungen Spitzenkompetenz in ausgewählten Teilbereichen der Orthopädie und Unfallchirurgie erwerben, zum Beispiel zu speziellen Operationsverfahren in der Unfallversorgung und der rekonstruktiven Chirurgie, in der Kinder- und Rheumaorthopädie sowie zu Techniken der Schmerzbehandlung und Rehabilitation.


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