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07.09.2010 |
15:36 10 |
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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2010
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74. Jahrestagung der DGU
96. Tagung der DGOOC
51. Tagung des BVOU
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Hier finden Sie wichtige und aktuelle Informationen zum Wegfall der AiP-Phase zum 01.10.2004 |
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Suchen und Anbieten von Stellen in der Unfallchirurgie |
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Wegweiser:
Die DGU
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Gruppierungen
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AGs
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Alterstraumatologie
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AGs |
Alterstraumatologie |
Leitung |
Univ. - Prof. Dr. Michael J. Raschke
Leiter
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Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Universitätsklinikum Münster
Waldeyerstraße 1 48149 Münster
Tel: 0049 - 251 ? 8356337
Fax: 0049 - 251 ? 8356318
Email: Michael.Raschke@ukmuenster.de
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Univ.-Prof. Dr. med. Ulrich Stöckle
Stellvertreter
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Klinik für Unfallchirurgie, Klinikum rechts der Isar der TU München
Ismaningerstr. 22, 81675 München
Tel: 089/4140-2126
Fax: 089/4140-4890
Email: stoeckle@uchir.me.tum.de
Internet: http://www.trauma-muenchen.de
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Mitglieder |
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Aufgabenstellung |
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In Deutschland wird sich das zahlenmäßige Verhältnis zwischen älteren und jüngeren Menschen in den nächsten Jahrzehnten erheblich verschieben: Im Jahr 2050 wird ? nach der neuesten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes ? die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre und ein Drittel 60 Jahre oder älter sein. Der Anteil der mindestens 75-jährigen wird von 1996 bis 2025 um 164 % (Männer) bzw. 126 % (Frauen) steigen. Die Alterung der deutschen Gesellschaft wird nicht erst in 50 Jahren zu Problemen führen, sondern bereits in den nächsten beiden Jahrzehnten eine Herausforderung darstellen. Der so genannte Altenquotient zeigt die zu erwartenden Verschiebungen im Altersaufbau besonders deutlich: Im Jahr 2001 lag er bei 44, d.h. 100 Menschen im Erwerbsalter standen 44 Personen im Rentenalter gegenüber. Bis 2020 erhöht sich der Altenquotient von 44 auf 55 an und nimmt bis 2030 sprunghaft auf 71 zu. 2050 wird er bis auf 78 steigen. Aus der steigenden Lebenserwartung und der damit verbundenen Umverteilung in der Lebenspyramide resultiert eine steigende Inzidenz von Verletzungen des muskuloskelettalen Systems im Alter. Neben Unfällen im Straßenverkehr stellen Stürze die häufigste Ursache für Knochen ? und Gelenkverletzungen des älteren Menschen dar. ELKINGTON bezeichnet Stürze und ihre Folgen als die ?Krise im Gesundheitswesen?. Zusätzlich erleben wir derzeit einen Wandel in den Lebensverhältnissen der alten Menschen in den Industriestaaten. Die alten Menschen in Deutschland werden immer mobiler und treiben immer mehr Sport wie Skilaufen, Wandern oder Fahrradfahren. Dabei kommt es zu Unfällen. Es ist also damit zu rechnen, dass Unfälle im Alter in den nächsten Jahren überproportional zunehmen werden. Erkrankungen im Alter werden damit zu einem der Schwerpunkte der medizinischen Versorgung der Zukunft. Die Krankheitskosten 2002 der 65-Jährigen und älteren Personen in Deutschland beliefen sich auf 96,0 Mrd. Euro und werden sich in naher Zukunft deutlich steigern.
Genaue Informationen zu den Inzidenzen und Kosten von Verletzungen im Alter liegen in Deutschland nur zum Teil vor. Aber die folgenden Informationen aus anderen Ländern lassen ahnen, welche Kostenbelastung auf das deutsche Gesundheitssystem zukommt oder bereits vorhanden ist: Die Kosten der osteoporotischen Frakturen werden in den USA auf über 35 Milliarden US $ geschätzt. In der Schweiz sind mehr stationäre Krankenhaustage aufgrund osteoporotischer Frakturen notwendig als beim Myokardinfarkt und Apoplex zusammen. Die Datenlage in Deutschland zu Verletzungen im Alter ist dagegen noch lückenhaft und ist nur für die hüftgelenknahen Oberschenkelbrüche in Deutschland vorhanden. Die Inzidenz beträgt bei dieser Verletzung 1.150/100.000 Einwohner über 65 Jahren und 2.700/100.000 Einwohner über 80 Jahren. Im Jahr 2002 waren ca. 150.000 hüftgelenknahe Oberschenkelbrüche in Deutschland zu verzeichnen mit durchschnittlichen Kosten für die Akutversorgung von ca. 13.500 Euro pro Fall und errechneten Gesamtkosten von ca. 2 Mrd. Euro. Bei einer zu erwartenden Steigerung von 300% bis zum Jahr 2030 würden die Kosten 6 Mrd. Euro nur für die hüftgelenknahen Oberschenkelbrüche betragen, wobei die langfristigen Kosten hierbei noch nicht erfasst sind. Die Langzeitergebnisse dieser Verletzung zeigen folgenden Ergebnisse: 25% der Patienten mit hüftgelenksnaher Fraktur versterben innerhalb des ersten Jahres, 50% der Patienten werden unfähig bleiben ohne Hilfe zu laufen und 50% haben eine langfristige Behinderung sowie 25% bleiben pflegebedürftig. Eine volle soziale Wiedereingliederung wurde nur in 29 ? 38% nach 1 Jahr erzielt. Somit stellen die mittelbaren Kosten der hüftgelenknahen Oberschenkelbrüche einen größeren Anteil an den Gesamtkosten als die Kosten für die Akutversorgung dar. Im Bereich der geriatrischen Traumatologie liegen hier aber keine gesicherten Daten für Deutschland und Europa vor. Ein zusätzliches Problem stellen die Wirbelsäulenfrakturen dar, welche zwei bis dreimal häufiger als Hüftfrakturen sind. Jedoch werden nur 1/3 aller Wirbelsäulenfrakturen diagnostiziert. Wirbelsäulenfrakturen sind häufig mit Höhenminderung, Stellungsveränderungen, Kyphose und Minderung der Lebensqualität verbunden sowie assoziiert mit steigender Morbidität und Mortalität. Über 50% der Pat. mit Wirbelsäulenfrakturen erleiden innerhalb der nächsten drei Jahre erneut Wirbelsäulenfrakturen, viele innerhalb des ersten Jahres. Die Osteoporose stellt das höchste Risiko für eine Fraktur im Alter dar. Das Frakturrisiko beträgt mit 50 Jahren bei Frauen 40% und bei Männern 13%, d.h. mindestens jede 2. Frau und jeder 8. Mann über 50 Jahre wird einen Osteoporose ? bedingten Knochenbruch erleiden. Daher ist die Erkennung und Therapie der Osteoporose wichtig um das Risiko einer Fraktur zu minimieren. Die Therapie kann das Risiko eine erneute Fraktur zu erleiden deutlich senken. Jedoch erhalten nur 13% der Patienten mit einer Hüftfraktur eine effektive osteoporotische Therapie. Ein bisher weitgehend unbeachtetes Problemfeld machen sog. ?Periprothetische Frakturen? aus. Diese treten einerseits bei Lockerungen von Prothesen und damit verbundenen Wechseloperationen, andererseits verhalten sich die Prothesen als sog. ?Stress Riser?, so dass es bei bestimmten Formen von Verletzungen zu Frakturen um die implantierten Prothesen kommen kann. Insgesamt ist bei der Zunahme von Prothesenimplantationen an Hüfte und Kniegelenk (ca. 250 000 ? 300.000) Implantationen / Jahr in Deutschland zukünftig auch mit einer dramatischen Zunahme dieser Frakturformen zu rechnen. Eine wissenschaftliche Bearbeitung dieser insgesamt stark zunehmenden ?Problemfrakturen? steht noch aus. Bisher liegen noch keine einheitlichen Therapieempfehlungen der Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie ? DGU und Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie - DGOOC) zur Behandlung dieser ?Problemfrakturen? vor. Mit diesen Themen beschäftigt sich die AG Alterstraumatologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie wissenschaftlich. Ziel ist die Erfassung der Versorgungsrealität der geriatrischen Traumatologie in Deutschland sowie die Erarbeitung eines einheitlicher Klassifikationssysteme bei speziellen Verletzungen im Alter sowie die Entwicklung von Algorithmen zur Behandlung.
 Gruppenfoto vom 07.04.04
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Projekte |
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Kooperation mit Krankenkassen
Zur Erfassung der Versorgungsrealität der geriatrischen Traumatologie in Deutschland erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem Verband der Angestellten Krankenkassen und dem Verband der Arbeiterersatzkassen (VdAK/AEV) und der Lohmann & Birkner Health Care Consulting GmbH. Zur Analyse stehen die Krankenhausfalldaten von etwa 750.000 Fällen aus den Jahren 2002 und 2003 folgender Krankenkassen zur Verfügung: Barmer, DAK, Techniker, GEK, KKH, Hamburg Münchner, HEK, HHK, HZK und KEH. Für jeden Krankenhausfall mit einer traumatologischen Diagnose und einem Patientenalter von mehr als 60 Jahren werden Diagnosen, Operationen, Alter, Liegedauer, Kosten und das behandelnde Krankenhaus ausgewertet. In einem ersten Schritt werden die Kosten der primären Krankenhausbehandlung bei den großen Verletzungsgruppen hüftgelenksnahe Frakturen, Oberarmkopffrakturen, Unterarmfrakturen und Wirbelsäulenfrakturen in verschiedenen Altersgruppen berechnet werden. An Hand der Veränderung der Bevölkerungsstruktur lassen sich dann Hochrechnungen für die zu erwartenden Kosten für diese Erkrankungen in den kommenden Jahren durchführen. Ein weiterer Analyseansatz beschäftigt sich mit der Versorgungsrealität dieser Verletzungen im Alter. In den Verletzungsgruppen wird der Anteil verschiedener Versorgungsformen (konservativ versus operativ, Verplattung versus Nagelung oder kombinierten Verfahren) in Abhängigkeit von Alter und z.B. Krankenhausgröße oder Versorgungsstufe bestimmt. Dabei werden auch die Kosten für den primären Krankenhausaufenthalt, Komplikationsraten sowie die Kosten für weitere Krankenhausaufenthalte des einzelnen Patienten Betrachtung finden. In einem weiteren Schritt sind Untersuchungen unter Einbeziehung zusätzlicher Daten geplant. Unter anderem sollen dann die Kosten für die ambulante Behandlung, Heil- und Hilfsmittel, Reha und Medikamente mit in die Betrachtungen einbezogen werden. Als Erfolgsparameter gelten z.B. die Pflegestufe vor und nach Behandlung sowie die Gesamtkosten der Behandlung. Zur Generierung von speziellen Fragestellungen erfolgt eine Aufteilung in Gruppen, wobei eine Zusammenarbeit mit evtl. bestehenden Arbeitsgruppen der DGU (AG Polytrauma, AG Wirbelsäule, etc.) erfolgen soll
| Obere Extremität: |
Offenbach, Rostock, Ulm |
| Proximales Femur: |
Basel, Braunschweig, Hamburg, Mühlheim, Münster |
| Polytrauma: |
Berlin, Celle, Murnau |
| Wirbelsäule: |
Münster, Murnau, Offenbach, Ulm |
| Becken: |
Berlin, Braunschweig, Hamburg, Münster |
Periprothetische Frakturen
Ein bisher weitgehend unbeachtetes Problemfeld machen sog. "Periprothetische Frakturen" aus. Diese treten einerseits bei Lockerungen von Prothesen und damit verbundenen Wechseloperationen, andererseits verhalten sich die Prothesen als sog. ?Stress Riser?, so dass es bei bestimmten Formen von Verletzungen zu Frakturen um die implantierten Prothesen kommen kann. Insgesamt ist bei der Zunahme von Prothesenimplantationen an Hüfte und Kniegelenk (ca. 250 000 ? 300.000) Implantationen / Jahr in Deutschland zukünftig auch mit einer dramatischen Zunahme dieser Frakturformen zu rechnen. Eine wissenschaftliche Bearbeitung dieser insgesamt stark zunehmenden ?Problemfrakturen? steht noch aus; Bisher liegen noch keine einheitlichen Therapieempfehlungen der Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie ? DGU und Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie - DGOOC) zur Behandlung dieser ?Problemfrakturen? vor. Ziel ist die Erarbeitung eines einheitlichen Klassifikationssystems sowie die Entwicklung von Algorithmen zur Behandlung von periprothetischen Frakturen.
Die AG Alterstraumatologie hat eine neue Klassifikation der periprothetischen Frakturen nach folgendem Schema vorgeschlagen:
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| Autor/Quelle: |
 |
Redaktion
DGU-Online Redaktion
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| erstellt am: |
22.01.2009 |
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| zuletzt aktualisiert: |
09.06.2010
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