„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 
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DGU

Präsident

Foto: Uni Leipzig

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 ist Prof. Dr. med. Christoph Josten  (57) Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Zugleich ist er auch Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). 

In seinem Präsidentenjahr wird Josten zusammen mit seinen orthopädischen Partnern unter anderem die wissenschaftliche Gestaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) übernehmen. Der Kongress ist mit jährlich über 10. 000 Besuchern einer der größten Fachkongresse weltweit und steht 2012 unter dem Motto "Qualität, Ethik und Effizienz". 
Zentrale Themen des DKOU 2012 sind die Technisierung der operativen Medizin einerseits und die finanziellen Rahmenbedingungen andererseits. Unfallchirurgen und Orthopäden stehen hier vor der Aufgabe, Angemessenheit, Qualität und Sicherheit in der Versorgung unter zunehmendem Kostendruck zu sichern und ihrer ethischen Verantwortung gegenüber Patienten, Kollegen und Mitarbeitern gerecht zu werden.

Insbesondere  ethische Fragen wie zum Beispiel
 „Sind Ethik und Ökonomie vereinbar?“,
„Wie weit geht die Rationalisierung und müssen wir uns auf eine Rationierung in unfallchirurgisch-orthopädischer Behandlung einstellen?“,
„Sind Innovation und unser Solidarsystem noch vereinbar?“ 
wird Josten auf dem Jahreskongress thematisieren und mit Experten diskutieren.

Als eines der speziellen Fachthemen wird Josten die Erkrankungen und Frakturen im Alter aufgreifen, da sie eine immer größere Bedeutung im Versorgungsalltag erlangen und eine enorme soziale und ökonomische Bedeutung aufweisen.
Ein wichtiges berufspolitisches Thema wird unter der Überschrift „Karriere nach dem Berufsleben“ abgehandelt. Der bekannte Ärztemangel sowie auch die zunehmende Alterung der Ärzteschaft bieten vielen Chirurgen selbst nach Beendigung ihres „aktiven Berufslebens“ zahlreiche Optionen und interessante Perspektiven der Weiterbeschäftigung. Die Erfahrung erfolgreicher Chefs und Oberärzte ist mehr denn je gefragt und auch notwendig. Dieser Themenkomplex soll mit seinen verschiedenen Facetten beleuchtet werden.

Ein zentrales Projekt in Jostens Präsidentenjahr wird die Projektentwicklung im Rahmen der „Decade of action for road safety“, eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation im Auftrag der Vereinten Nationen. Ziel des Projektes ist es, die Zahl der über 3000 täglich weltweit bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen zu senken. In Zusammenarbeit mit Politik, Verkehrs- und Patientenverbänden, Rettungssystemen und insbesondere unter Einbeziehung des TraumaNetzwerk DGU® sollen hier effektive Maßnahmen und Vorschläge erarbeitet werden.


Grußwort des Präsidenten