„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Pressemitteilung

Aktualisierte Buchauflage: Jeden kann es treffen – Gesichter jenseits der Unfallstatistik

Das Buch „Jeden kann es treffen“ ist in seiner zweiten überarbeiteten Auflage erschienen. Es erzählt in 13 Einzelschicksalen von Betroffenen, die einen geliebten Menschen bei einem Unfall verloren haben, selbst schwer verletzt waren oder als Helfer am Unfallort Schmerz, Leid und Trauer unmittelbar erfahren haben. Die Berichte wurden zusammengetragen von Ina Kutscher (44), die 2000 selbst lebensgefährlich bei einen Unfall verletzt wurde. Sie hat das Buch in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) herausgegeben.

Ina Kutscher, die DGU und der DVR erweitern mit dem Buch die in der Öffentlichkeit oft sehr abstrakt geführte Diskussion um entscheidende Aspekte – Mitgefühl und Menschlichkeit. Schließlich sind es Menschen, die unvermittelt Opfer schwerer Unfälle werden und die doch zu oft hinter nüchternen Zahlen und Statistiken verborgen bleiben. Ziel der Akteure ist es, die Zahl der Unfälle zu senken und das immense Leid von Unfallopfern und Angehörigen zu verringern.

„Das, was das Herz bewegt, bewirkt Veränderungen“ sagt Ina Kutscher. Die Autorin lässt Unfallopfer, Hinterbliebene, Ersthelfer und Unfallverursacher ihr Erlebtes mit eigenen Worten erzählen. Ihre Portraitfotos und Berichte geben den Zahlen und Statistiken Gesichter. Die Berichte berühren das Herz und ermöglichen dem Leser durch das indirekte Miterleben verschiedener Schicksale einen emotionalen Zugang zu einer sonst nüchternen Unfallstatistik von jährlich 3 600 Verkehrstoten und 65 000 Schwerverletzten. Das Buch will zeigen, dass ein Unfall tatsächlich jeden ohne Vorwarnung treffen kann und dass jeder durch sein eigenverantwortliches Verhalten die Wahrscheinlichkeit des „Getroffenwerdens“ für sich und andere verringern kann. 

Neu hinzugekommen sind zwei kurze Kapitel mit aktuellen Informationen aus der Unfallforschung und Prävention, beispielsweise zur „Decade of Action for Road Safety 2011-2020“, einer globalen Verkehrssicherheitsinitiative von UN und Weltgesundheitsorganisation, welche von der DGU seit Beginn an unterstützt wird. 

Die DGU unterstützt mit dem Buch „Jeden kann es treffen“ das gleichnamige Projekt von Ina Kutscher seit 2009. Bereits die Erstauflage hat in der Öffentlichkeit große Beachtung erfahren. Als Fachgesellschaft sieht die DGU gemeinsam mit ihrer Arbeitsgemeinschaft „Prävention von Verletzungen“ eine ihrer wichtigsten Aufgaben darin, Unfälle zu vermeiden.

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