„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Wissenschaft

DGU zeichnet herausragende unfallchirurgische Forschungsarbeiten aus

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat auch in diesem Jahr wieder herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Unfallchirurgie gewürdigt. DGU-Präsident Prof. Dr. Ingo Marzi hat die Ehrungen gemeinsam mit dem DGU-Generalsekretär Prof. Dr. Reinhard Hoffmann letzte Woche auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin verliehen. Dabei hatten die Ausgezeichneten Gelegenheit, ihre Studien und deren Ergebnisse in kurzen Vorträgen selbst vorzustellen.

Privatdozentin Dr. Elizabeth Rosado Balmayor (M.) © Intercongress

Privatdozentin Dr. Elizabeth Rosado Balmayor vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München wurde mit dem Hans-Liniger-Preis 2017 der DGU geehrt. Die Auszeichnung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist mit 10.000 Euro verbunden. In ihrer Arbeit „Strategische Ansätze zur Verwendung von Bone Morphogenetic Protein für das Bone Engineering“ hat die 40-jährige Forscherin einen gentherapeutischen Ansatz zur Behandlung von Knochendefekten entwickelt, bei dem chemisch modifizierte Ribonukleinsäure-Moleküle (RNA) Zellen dazu anregen, Faktoren für das Knochenwachstum herzustellen. Rosado Balmayor konnte zeigen, dass die so veränderten Stammzellen sich ohne Nebenwirkungen zu knochenbildenden Zellen entwickeln. Foto: © Intercongress

Dr. Klemens Horst (2.v.r.) © Intercongress Dr. Klemens Horst von der Uniklinik RWTH Aachen wurde mit dem Innovationspreis 2017 der DGU ausgezeichnet. Der Preis für diagnostische oder anwendungstechnische Neuerungen ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von DePuy Synthes gestiftet. In seiner Arbeit „Characterization of blunt chest trauma in a long-term porcine model of severe multiple trauma“ hat der 35-Jährige ein klinisch-relevantes Langzeitmodell zu stumpfen Thorax- und Kombinationstraumata aufgestellt. Das Modell ermöglicht es, zu unterschiedlichen Zeitpunkten Faktoren zu untersuchen, die zur Entwicklung eines Lungenversagens beitragen können. Um Lungenschäden sichtbar zu machen, wird dabei das strahlungsarme bildgebende Verfahren der Elektrischen Impedanztomographie (EIT) direkt am Patientenbett angewendet, was sich auf die Beatmungsstrategien auswirkt. Foto: © Intercongress

Dr. Taimoor Qazi (M.) © Intercongress Dr. Taimoor Qazi vom Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration an der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat den Promotionspreis 2017 der DGU erhalten. Der Preis ist mit 2.500 Euro verbunden und würdigt die Dissertation „Synthetic biomaterial microenvironments to modulate paracrine effects of mesenchymal stromal cells for skeletal muscle regeneration“. In seiner Studie zeigt der 30-Jährige am Tiermodell, dass geometrisch optimierte dreidimensionale und mikroporöse Biomaterialien in Verbindung mit spezifischen Wachstumsfaktoren das regenerative Potenzial von Stammzellen fördern und so die Heilung von stark verletztem Muskelgewebe verbessern. Die Ergebnisse der Arbeit können zukünftig dazu beitragen, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern, deren Muskeln bei einem chirurgischen Eingriff verletzt wurden und die von einer post-operativen Muskelschwäche betroffen sind. Foto: © Intercongress

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