„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Presseerklärung des BVOU zu ZDF zoom ?Weiße Kittel ? schwarze Kassen?

Kamera aus – weiße Weste anbehalten

© Aleksandr Bedrin / Fotolia

Die Krankenkasse KKH hat in der Sendung „ZDF zoom: Weiße Kittel – schwarze Kassen“ (Mi., 10.07.) eingeräumt, dass mindestens 97 Prozent ihres Etats für richtig abgerechnete Leistungen ausgegeben werden. Im Hinblick auf das Abrechnungsverhalten im Gesundheitssystem sei dies „keine schlechte Botschaft“, so der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU).

Die im Magazinbeitrag debattierten drei Prozent möglicher fehlerhafter Abrechnungen findet auch der BVOU diskussionswürdig. Mindestens so diskussionswürdig wie zum Beispiel die permanente Regressdrohung gegenüber Ärzten: Was verordnet werden darf, ist bereits in einem so engen Korsett, dass Ärzte durch den Griff zum Rezeptblock teils die Existenz ihrer Praxen aufs Spiel setzen. Jeder Schritt über die engen Grenzen hinaus muss gut begründet sein – und wehe dem, der sich hier nicht gut abgesichert hat. Auch das wäre mal einen Beitrag wert: Leistungsrationierung im Gesundheitswesen durch die Hintertür.

„Von der Wiege bis zur Bahre“ – vom Krankenhaus über die Arztpraxen bis zum Pflegedienst stand vor laufender Kamera fast das gesamte Gesundheitssystem auf dem Prüfstand. „Fast“ das ganze System, weil ein Teil als Ankläger auftrat – die Krankenkassen. „Die Krankenkassen sind Teil der Probleme im Gesundheitswesen und Teil der Lösung – die Rolle des Staatsanwalts steht ihnen aber nicht zu“, so Helmut Mälzer, Präsident des BVOU.

Insgesamt, so der BVOU, zeugen die positiven 97 Prozent korrekter Abrechnungen davon, dass die vielfältigen Sicherungsmaßnahmen funktionieren. Ärzte müssen durch eine Kaskade von Kontrollen, bis sie am Ende viele Monate nach erbrachter Leistung ihr Honorar bekommen. Vor den Krankenkassen prüfen bereits Kassenärztliche Vereinigungen die zur Abrechnung eingereichten Leistungen auf Plausibilität. „Kaum ein Berufsstand unterliegt einer solchen Kontrolle seiner Berufsausübung. Weil es um die Beiträge der Versicherten geht, ist dies in Maßen erklärbar. Maßlos sind aber die stetigen Attacken auf uns Leistungserbringer bei permanenter Leugnung schleichender Leistungsauszehrung auf Betreiben der Kassen“, so Dr. Andreas Gassen, BVOU-Vizepräsident.

Ansprechpartner für Presseanfragen:

Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V.
BVOU-Geschäftsstelle
Kantstr. 13
10623 Berlin
Tel.: 030-79 74 44 44
E-Mail: presse@bvou.net

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