„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen

VSOU-Kongress 2017: Qualität, Aktualität und Vielfalt

Über 400 Fachvorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen zu gesellschaftspolitischen Themen standen auf dem Programm der diesjährigen Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU) in Baden-Baden. Unter dem Motto „Das Ganze ist mehr…“ luden die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Paul A. Grützner und Prof. Dr. Dominik Parsch vom 27. bis zum 29. April 2017 dazu ein, auch über den Tellerrand des Faches O und U hinauszublicken.

© VSOU

„Wir haben eine große Bereitschaft wahrgenommen, fachübergreifend zu diskutieren, sektorenübergreifend gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und altersübergreifend voneinander zu lernen“, sagen Prof. Parsch und Prof. Grützner im Rückblick. Mit dem Blick über den Tellerrand von O und U konnte auf der VSOU-Tagung aufgezeigt werden, dass viele bahnbrechende Innovationen ursprünglich in Randgebieten entstanden sind. Von der Bionik über die neuen Medien bis zur Robotik diskutierten Experten aus Medizin, Technik und Forschung die Ideen, Möglichkeiten und Grenzen der Innovationen von morgen.

Einen Einblick in die Aufgaben der Bundeswehr in Kriegsgebieten und was das für die Katastrophenmedizin in Deutschland bedeutet, gab Prof. Dr. Benedikt Friemert vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm, der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Einsatz-, Katastrophen- und Taktische Chirurgie (AG EKTC) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist. Bei einem Terroranschlag gebe es häufig eine große Anzahl von Verletzten, überwiegend mit Schuss- und Explosionsverletzungen. Um auf derartige Szenarien vorbereitet zu sein, würden die Fähigkeiten des zivilen Gesundheitssystems, insbesondere des TraumaNetzwerks DGU®, mit den Kenntnissen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr zusammengeführt. Damit wolle die DGU dafür sorgen, dass Opfer von möglichen Terroranschlägen schnell und situationsgerecht versorgt werden können – zu jeder Zeit an jedem Ort.

Auf den Podiumsdiskussionen „Pay for Performance“, „Klinik der Zukunft @ Next Generation“ und „Perspektiven für Klinik und Praxis in O&U – wie geht es weiter…“ wurde lebhaft diskutiert. Ergebnis: mehr Transparenz und ein besseres Verständnis für kontroverse Themen. Großen Anklang fand auch das neue Sitzungsformat „Meine wichtigsten Fälle auf dem Wege zum guten ...“: Zwölf ausgewiesene Experten stellten eine fallbezogene Reflexion der eigenen Entwicklung in ihrem jeweiligen Spezialgebiet vor. Für den orthopädisch-unfallchirurgischen Nachwuchs fand auf dem VSOU-Kongress erstmalig eine Fracture Challenge statt: Drei Teams aus je zwei Assistenzärzten und einem Instrukteur traten gegeneinander an und versorgten realitätsnahe Humanpräparate mit unversehrtem Weichteilmantel, die auch ein ganzheitliches Trainieren außerhalb des OP-Alltags ermöglichen.

Die nächste VSOU-Jahrestagung findet vom 26. bis zum 28. April 2018 in Baden-Baden statt. Dann begrüßen die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Steffen Ruchholtz und Prof. Dr. Maximilian Rudert die Teilnehmer unter dem Motto „Mobilität durch Fortschritt“.

Quelle: DGOU-Website / Pressemitteilung der VSOU

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