„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) startet heute ein neues Kursformat zur Behandlung von Schuss- und Explosionsverletzungen nach einem Terroranschlag. Der neue Kurs zur Terror- und Katastrophenchirurgie mit dem Titel „Terror and Disaster Surgical Care“ (TDSC®) richtet sich an erfahrene Unfallchirurgen und Chirurgen an deutschen Kliniken, die mit der medizinischen Herausforderung bei Terrorlagen in Zukunft konfrontiert werden könnten. „Unfallchirurgen müssen im Katastrophenfall andere Prioritäten als in der Regelversorgung setzen. Der Kurs übt das Umdenken in der Terrorlage. Auch wenn wir hoffen, dass es nicht nötig sein wird, wollen wir vorbereitet sein, um im Ernstfall möglichst viele Patienten bestmöglich zu behandeln“, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Ingo Marzi. DGU-Experten haben das Kurskonzept heute bei einem Pressegespräch in Frankfurt am Main vorgestellt und Einblicke in den ersten TDSC®-Kurs gegeben.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) startet in Zusammenarbeit mit der AUC – Akademie der Unfallchirurgie die bundesweite P.A.R.T.Y.-Aktionswoche. Das Programm zur Unfallprävention richtet sich an Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren. Vom 8. bis zum 12. Mai 2017 besuchen Schüler in ihrem Klassenverband eine Unfallklinik in ihrer Region und erleben einen Tag lang, wie Schwerverletzte nach einem Verkehrsunfall versorgt werden. Ziel des P.A.R.T.Y.-Programms ist es, Jugendliche darin zu bestärken, dass sie im Straßenverkehr keine unnötigen Risiken eingehen. Die deutschen Unfallchirurgen beteiligen sich damit an der weltweiten Woche der Verkehrssicherheit. Sie findet unter dem Titel „Fourth UN Global Road Safety Week" vom 8. bis zum 14. Mai 2017 statt.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ergänzt das Bildmaterial zum Trauma Care Bundle um ein Plakat. Das A2-formatige Poster zeigt sechs evidenzbasierte Maßnahmen, die bei jedem Schwerverletzten nach seiner Rettung durchgeführt werden sollen. Die DGU hatte das Maßnahmenbündel vor einem Jahr für die präklinische Versorgung von Schwerverletzten eingeführt. Das Schaubild gab es bisher als A5-Aufkleber für den Rettungswagen sowie als Postkarte. Von den Rettungsdiensten immer wieder nachgefragt wurde auch ein Plakat für Lehrzwecke. Dieses kann ab sofort kostenfrei bei der DGU bestellt werden. Wie das Trauma Care Bundle an der Schnittstelle zwischen Unfallstelle und Klinik hilft, berichtet Dieter Oberndörfer, Sachgebietsleiter des Frankfurter Instituts für Rettungsmedizin und Notfallversorgung. Der Beitrag ist veröffentlicht unter dem Titel „Strukturiert durch das Chaos“ auf der DGOU-Website.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) fordern, dass Rettungswagen bundesweit mit sogenannten Tourniquets ausgestattet werden. Das Tourniquet ist ein Abbindesystem, mit dem eine lebensbedrohliche Blutung an Armen oder Beinen unterbrochen und gestoppt werden soll – beispielsweise nach Explosions- oder Schussverletzungen bei einem Terroranschlag. Auf diese Forderung verständigten sich die Unfallchirurgen und Rettungsmediziner auf der DGU-Veranstaltung „Terroranschläge – eine neue traumatologische Herausforderung“ am 14. Januar 2017 in München. DGU-Präsident Prof. Dr. Ingo Marzi sagt: „Wir müssen uns weiterhin gut für den Fall terroristischer Anschläge vorbereiten – daher ist es sinnvoll, die Ausstattung mit Tourniquets für die Schwerverletztenversorgung nachzuholen.“

Herausragende wissenschaftliche Arbeiten würdigten die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU). Der Kongress findet vom 25. bis zum 28. Oktober 2016 in Berlin statt.