„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Egal ob Sturz, Autounfall, Fehlbildungen oder Gelenkverschleiß: Betroffene wieder mobil zu machen und verlorene Bewegung wiederherzustellen, ist die gemeinsame Aufgabe von Orthopäden und Unfallchirurgen. Beide Fachgebiete wachsen seit mehr als zehn Jahren zusammen. Deutlichstes Zeichen ist die gemeinsame Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte zu Fachärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie. Der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) ist ein weiterer Ausdruck der gemeinsamen erfolgreichen Entwicklung. Der größte europäische Kongress dieser Fachrichtungen findet vom 23. bis 26. Oktober 2018 in Berlin statt.

Unfallchirurgen beteiligen sich am Tag der Verkehrssicherheit am 16. Juni 2018

Präventionsprogramm P.A.R.T.Y. konfrontiert Jugendliche mit Folgen schwerer Verkehrsunfälle

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) startet in Zusammenarbeit mit der AUC – Akademie der Unfallchirurgie (AUC) die bundesweite P.A.R.T.Y.-Aktionswoche: Das Programm zur Unfallprävention richtet sich an Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren. Vom 11. bis zum 15. Juni 2018 besuchen Schüler in ihrem Klassenverband eine Unfallklinik in ihrer Region und erleben einen Tag lang, wie Schwerverletzte nach einem Verkehrsunfall versorgt werden. Dabei erfahren sie hautnah, welche Folgen Leichtsinn und Alkohol am Steuer haben können. „Wir möchten das Risikobewusstsein von Jugendlichen schärfen, damit sie sich und andere im Straßenverkehr nicht unnötig in Gefahr bringen“, sagt Professor Joachim Windolf, DGU-Präsident und Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf. Anlass der Aktionswoche ist der Tag der Verkehrssicherheit am 16. Juni 2018.

Die 2. Auflage der deutschen S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung ist jetzt in englischer Sprache erschienen. Die Leitlinie bietet Medizinern Empfehlungen zur Versorgung Schwerverletzter am Unfallort, im Schockraum und im Operationssaal. Die Übersetzung dient dazu, die Leitlinie der internationalen Trauma-Gemeinschaft noch besser zugänglich zu machen. Denn weltweit gibt es ein großes Interesse an dem 446-seitigen Dokument der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). „Der besondere Wert der Leitlinie liegt in der umfangreichen Beteiligung von 20 medizinischen Fachgesellschaften und dem hohen wissenschaftlichen Niveau, auf dem das komplexe Thema Polytrauma aufgearbeitet wurde“, sagt Prof. Dr. Joachim Windolf, Präsident der DGU und Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf.

Erster AltersTraumaRegister DGU®-Jahresbericht erschienen

Hohes Behandlungsniveau in Alterstraumazentren bei Menschen mit Hüftgelenkfraktur

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) legt ihren ersten AltersTraumaRegister DGU®-Jahresbericht vor. Das AltersTraumaRegister DGU® (ATR-DGU) dokumentiert Patienten ab einem Alter von 70 Jahren, die aufgrund einer hüftgelenknahen Oberschenkelfraktur in einem spezialisierten Zentrum der Initiative AltersTraumaZentrum DGU® (ATZ) operiert wurden. Für 2016 verzeichnet das Register 2.864 Fälle in der Akutphase. Der Bericht zeigt auf, in welcher Verfassung der Patient bei seiner Aufnahme im Krankenhaus war, wie er versorgt wurde und wie es ihm bis zu 120 Tage nach der Operation ging. Beispielhaft ist die kurze präoperative Verweildauer – so konnten über 75 Prozent der Patienten innerhalb von 24 Stunden operiert werden. „Das Alterstraumaregister der DGU bringt erstmals eine Übersicht über den Therapieverlauf nach hüftgelenknahem Oberschenkelbruch und zeigt den Behandlungserfolg bei diesen nicht selten vielfach vorerkrankten älteren Patienten“, sagt DGU-Generalsekretär Prof. Dr. Dietmar Pennig.

Zur Erinnerung an das Schicksal jüdischer Ärzte während des Nationalsozialismus haben Deutschlands Chirurgen einen Gedenkstein am Haus der Chirurgie in Berlin aufgestellt. In einer Gedenkstunde gedachten sie heute ihrer über 315 jüdischen Mitglieder. Sie wurden während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 gedemütigt und entrechtet, indem man ihnen die Promotion, Approbation bzw. die Kassenzulassung entzog oder ihnen ein Lehrverbot erteilte. Viele von ihnen flohen ins Ausland, einige wurden deportiert oder ermordet. Die Initiative geht auf die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zurück und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und allen mit ihr verbundenen zehn chirurgischen Fachgesellschaften umgesetzt. „Die Schicksale unserer jüdischen Kollegen sind für immer ein Teil von uns. Wir gedenken ihrer und ehren sie in tiefer Verbundenheit“, sagt DGCH-Präsident Professor Dr. Jörg Fuchs. DGU-Präsident Professor Dr. Joachim Windolf ergänzt: „Wir wollen damit ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und Verschweigen in der Öffentlichkeit setzen.“