„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Pressemitteilungen

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Terroranschläge stellen Sanitäter, Ärzte und Pflegekräfte vor die Herausforderung, eine große Zahl Schwerverletzter in kürzester Zeit zu behandeln und dabei möglichst viele Leben zu retten. Deutsche Krankenhäuser müssen ihre Einsatzpläne und Vorhaltungen für diese Terrorszenarien anpassen und dabei von der Politik unterstützt werden, so fordern Experten. Ein Kurs der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), der im Mai dieses Jahres gestartet ist, soll Ärzten und damit den Kliniken helfen, sich auf die Notversorgung von Patienten im Falle eines terroristischen Anschlags vorzubereiten. Weitere logistische und personelle Vorbereitungen für einen Terrorfall wurden kürzlich auf der 2. Notfallkonferenz der DGU gemeinsam mit der Bundeswehr thematisiert und diskutiert. Über erste Erfahrungen mit dem Kursprogramm und Konsequenzen für die Krankenhauseinsatzpläne berichteten Experten bei der heutigen Pressekonferenz im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2017.

Die nicht-chirurgische Behandlung in Orthopädie und Unfallchirurgie muss in allen Bereichen gestärkt werden: So lautet das Hauptfazit des Weißbuchs „Konservative Orthopädie und Unfallchirurgie“, das auf der heutigen Pressekonferenz im Vorfeld des DKOU 2017 vorgestellt wurde. Die Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) zeigt nun erstmals anhand einer Vielzahl von Daten und Fakten, was die konservativen Methoden in Deutschland leisten können und wie es um sie bestellt ist. In zehn Forderungen erklären die Autoren, wie die konservative Therapie gestärkt werden kann, damit gute Behandlungskonzepte flächendeckend für alle Patienten zur Verfügung stehen.

Jedes Jahr werden Millionen Deutsche wegen einer orthopädischen Erkrankung operiert. Manchmal wird kritisiert, es werde zu schnell zum Skalpell gegriffen. Das Gegenteil ist der Fall: In der Regel wird erst operiert, wenn alle Alternativen ausgeschöpft sind. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2017 erklären Experten, wann Operationen sinnvoll oder sogar dringend notwendig sind und wie aktuelle OP-Zahlen zu bewerten sind.

Über 400.000 Apps aus den Bereichen Medizin und Gesundheit stehen weltweit in den App-Stores zum Download bereit. Obwohl sich die Anwendungen großer Beliebtheit erfreuen, ist ihr Nutzen aus medizinischer Sicht bisher kaum belegt. Orthopäden und Unfallchirurgen sehen in den Smartphone-Apps ein vielversprechendes Angebot, sowohl als ergänzende Behandlung für Patienten als auch zur Prävention orthopädischer Erkrankungen. Bisher gibt es jedoch keine staatliche Institution, die solche Apps prüft und bewertet. Die Beteiligung von Experten aus Orthopädie und Unfallchirurgie sei daher bei der Entwicklung von Gesundheits- und Fitness-Apps unerlässlich, erklären Experten auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2017 in Berlin und geben Tipps, worauf Nutzer bei der Auswahl von Apps bereits heute achten sollten.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Bundeswehr haben den vor einem Jahr aufgelegten 5-Punkte-Plan zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung bei möglichen Terroranschlägen erfüllt. Herzstück des Plans ist der Kurs „Terror and Disaster Surgical Care“ (TDSC®), bei dem erfahrene Unfallchirurgen und Chirurgen lernen, medizinische Herausforderungen in einer Terrorlage zu managen. Teile des Kurses werden heute bei einer Sichtungs- und Simulationsübung mit Schauspielern praktisch trainiert und live in den Hörsaal der Universitätsklinik in Frankfurt am Main zur 2. Notfallkonferenz übertragen. Dabei kommentieren Experten vor rund 200 Teilnehmern, welche Besonderheiten es bei der Erstversorgung von Opfern von Terroranschlägen im Vergleich zu Schwerverletzten aus dem zivilen Leben gibt. „Wir vermitteln entscheidende Kenntnisse über Verletzungsmuster und Behandlungsprioritäten, damit Mediziner angemessen bei der Versorgung von Verletzten nach einem Terroranschlag vorgehen können“, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Ingo Marzi.

Neun von zehn Muskelverletzungen entstehen im Sport. Dabei ist nicht immer direkte Gewalteinwirkung der Grund: Viel häufiger führt zu starke oder einseitige Belastung beim Training zu Zerrungen, Verhärtungen und Co. Experten warnen vor allem Freizeitsportler davor, beginnende Schmerzen in der Muskulatur auf die leichte Schulter zu nehmen und so eine ernsthafte, langwierige Verletzung zu riskieren. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2017 erklären Experten, wie Hobby- und Profi-Sportler Muskelverletzungen vermeiden und Betroffene schneller wieder mobil werden.

Das TraumaRegister DGU® (TR-DGU) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) verzeichnet für das Jahr 2016 ein Basiskollektiv von 33.374 Schwerverletzten. In das Basiskollektiv fallen Patienten, die durch eine oder mehrere schwere Verletzungen in einem Schockraum versorgt und danach intensivmedizinisch betreut werden mussten. DGU-Experten stellen die bundesweiten Zahlen zur Versorgung Schwerverletzter am 15. September 2017 auf dem TNT-Kongress in Ulm vor – der gemeinsamen Jahrestagung von TraumaRegister DGU®, der DGU-Sektion Notfall- und Intensivmedizin, Schwerverletztenversorgung (NIS) und der Initiative TraumaNetzwerk DGU®. „Das TraumaRegister liefert uns wichtige Erkenntnisse für Wissenschaft und Praxis. So können wir die Schwerverletztenversorgung immer weiter optimieren“, sagte DGU-Generalsekretär Prof. Dr. Reinhard Hoffmann im Vorfeld des Kongresses.

Von der Prothese aus dem 3D-Drucker bis zum intelligenten Gelenk-Sensor: Mehr als 230 Firmen aus Pharma- und Medizintechnik nehmen an der Industrieausstellung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2017 teil. 16 Firmen werden auf der Plattform BrandNew@DKOU ihre neuesten Produkte präsentieren, um diese von den Kongressbesuchern bewerten zu lassen. Mit dem Prädikat „besonders innovativ“ will Europas größter Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie Produkte auszeichnen, die als besonders fortschrittlich gelten.

Fast jeder dritte 45- bis 67-Jährige in Deutschland ist an Arthrose erkrankt. Bei den über 65-Jährigen trifft der Gelenkverschleiß bereits jeden Zweiten. Viele Betroffene schonen sich, weil sie Schmerzen haben oder verunsichert sind, welche Belastung sie ihren Gelenken zumuten können. Der richtige Sport im richtigen Maß kann helfen, das Fortschreiten einer Arthrose zu bremsen. Nach einer Operation verbessert Bewegung das Zusammenspiel zwischen Kunstgelenk, Muskeln und Knochen. Welche Sportarten bei orthopädischen Erkrankungen sinnvoll sind, erklären Experten auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2017.

Bis zu einem Drittel aller Kinder zwischen 2 und 12 Jahren leidet hin und wieder unter Wachstumsschmerzen. Bevor diese Diagnose gestellt werden kann, müssen ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden, etwa eine Infektion, ein Knochenbruch, Rheuma oder gar ein Knochentumor. Eltern sollten bei anhaltenden Schmerzen ihrer Kinder daher unbedingt einen Orthopäden und Unfallchirurgen aufsuchen. Auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) erklären Experten, was man heute über Wachstumsschmerzen weiß.