„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Pressemitteilungen

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Eine künstliche Hüfte oder ein neues Kniegelenk sind heute kein Grund mehr, auf Sport zu verzichten. Im Gegenteil: Durch die Schmerzfreiheit sind viele Menschen nach der Operation wieder motiviert und wollen sich körperlich betätigen. Aus medizinischer Sicht spricht nichts gegen Sport mit Kunstgelenken, erklären Experten anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin. Bestimmte Regeln müssten aber eingehalten werden.

Obwohl es wirksame Mittel gegen Osteoporose – den Knochenschwund im Alter – gibt, erhält nur eine Minderheit der betroffenen Menschen eine angemessene Behandlung. Grund dafür ist, dass diesem Krankheitsbild noch immer nicht die notwendige Bedeutung geschenkt wird, die ihm dringend gebührt. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) beklagen die mangelnde Umsetzung der vorhandenen Behandlungsleitlinien.

Trotz der angestrebten Rationierung im Gesundheitssektor wollen Orthopäden und Unfallchirurgen ihre Patienten mit Qualität und Einsatzbereitschaft optimal versorgen. „Mit Herausforderungen leben“ lautet daher das Leitthema des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie vom 21. bis 24. Oktober 2009 in Berlin. Das Motto bezieht sich ebenso auf die medizinischen Fortschritte. Im Mittelpunkt stehen dabei die Versorgung Schwerverletzter und Schwerbehinderter, aber auch gesundheitspolitische Forderungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU). Für den BVOU ist der diesjährige Kongress zugleich die 50. Fortbildungstagung, die mit einer Jubiläumsveranstaltung begangen wird.

Ziel des TraumaNetzwerkes (TNW) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist es, jedem Schwerverletzen in Deutschland rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen. Doch dies allein reicht nicht aus: Wichtig ist, dass alle an der Rettung und Behandlung eines Schwerverletzten beteiligten Partner - vom Rettungssanitäter bis zum Neurochirurgen - Hand in Hand arbeiten. Wie die Überlebenschancen schwerverletzter Patienten durch optimale Vernetzung weiter verbessert werden können, berichten Experten anlässlich des 1. Jahreskongresses TraumaNetzwerk DGU in Marburg.

Nach der Rettung und Erstversorgung eines Schwerverletzten müssen zwei für den Patienten überlebenswichtige Fragen beantwortet werden: In welche Klinik soll er gebracht werden? Wie viel Zeit nimmt dies in Anspruch? Ziel ist es, dass jeder Schwerverletzte innerhalb von rund 30 Minuten vom Unfallort in den Behandlungsraum eines geeigneten Krankenhauses transportiert werden kann. Welche Faktoren die Behandlungsqualität und die Überlebenswahrscheinlichkeit zusätzlich maßgeblich beeinflussen, zeigt ein Bericht des TraumaNetzwerkes (TNW) Ostbayern. Dieser wird anlässlich des 1. Jahreskongresses TraumaNetzwerk DGU in Marburg vorgestellt.

59 TraumaNetzwerke (TNW) mit rund 700 Kliniken verbessern die Versorgung Schwerverletzter in Deutschland. Davon können jährlich rund 35 000 schwerverletzten Patienten profitieren. Denn entscheidend für das Überleben und die Lebensqualität des Patienten nach dem Unfall ist die schnelle und präzise Diagnose der Verletzungen sowie deren bestmögliche Behandlung. Um dies zu gewährleisten, hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) das weltweit einzigartige Projekt TraumaNetzwerk etabliert. Anlässlich des 1. Jahreskongresses TraumaNetzwerk DGU diskutieren Experten, wie die Qualität sowohl in der Notfallrettung als auch stationär noch weiter verbessert werden kann.

Zu deutlich verstärkten Anstrengungen für eine bessere Kindergesundheit haben heute im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Ekkernkamp und der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Grifka aufgerufen. 95 Prozent der tödlichen Kinderunfälle seien vermeidbar, betonte Ekkernkamp. Grifka wies darauf hin, dass die dramatische Zunahme von Haltungsschäden bei Kindern durch mehr Bewegung und gezielte Prävention in der Schule zu bekämpfen sei.

Beeindruckende Würdigung wichtiger Errungenschaften

Gelebte Geschichte der Unfallchirurgie in der DDR

Unter dem Motto "Wider das Vergessen und wider das Verfälschen" begannen 2005 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Geschichte der Unfallchirurgie" der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) die Unfallchirurgie in der ehemaligen DDR zu dokumentieren.

Hoffnung und Lebensqualität für Querschnittgelähmte

Neue Operationsmethoden ermöglichen Stütz- und Greiffunktionen

Eine Querschnittverletzung mit Lähmung von Beinen, Rumpf und Armen - in der Fachsprache Tetraplegie genannt - bedeutete bisher fast immer: intensive Pflegebedürftigkeit bis ans Lebensende. Durch kombinierte Operationen werden jedoch auch bei Tetraplegikern Stütz- und Greiffunktionen wieder möglich. Über die medizinische Neuerung berichteten heute in Berlin Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Ekkernkamp, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, und Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Grifka, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie.

Als erste wissenschaftliche Fachgesellschaft hat die Deutsche

Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) im Rahmen eines Projektes zur Patientensicherheit

in der Akutmedizin ein Trainingsprogramm für alle am Traumamanagement

beteiligten Berufsgruppen entwickelt und etabliert. Das Programm

mit dem Titel "Safe:Trac" steht für "Safety in Trauma Care" und besteht aus vier

Trainingsformaten. Es hat zum Ziel, die Sicherheit medizinischer Versorgungsabläufe

weiterzuentwickeln. Es umfasst die Patientensicherheit bei der Versorgung

von Verletzten vom Unfallort bis weit in die klinische Versorgung hinein. Das Projekt wird von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) als Dachgesellschaft und damit von acht weiteren chirurgischen Fachgesellschaften

unterstützt.