„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Rettungskarte

© Elke Leopold/DGU

In modernen Fahrzeugen sind hochfeste Werkstoffe, Gasgeneratoren und elektrische Leitungen verbaut, die der Feuerwehr bei der Rettung eingeklemmter Fahrzeuginsassen das Arbeiten mit Hydraulikwerkzeugen deutlich erschweren. Je nach Unfallart entsteht dadurch während der Rettung bei bis zu 70 Prozent der Fahrzeuge ein kritischer Zeitverzug. Wertvolle Zeit kann gewonnen werden, wenn am Unfallort die für jeden Fahrzeugtyp spezifischen Informationen über geeignete Zugangswege zur Verfügung stehen. Daher haben ADAC, der Verband der Automobilindustrie (VDA) und Feuerwehrverbände die so genannte Rettungskarte entwickelt: ein A4-Blatt, das für Automodelle aller Hersteller und Importeure kostenfrei erhältlich ist und hinter der Fahrer-Sonnenblende platziert werden sollte.

Untersuchungen der Feuerwehr zeigen, dass sich die Zeit für die technische Rettung eingeklemmter Fahrzeuginsassen durch den Einsatz von Rettungskarten um knapp zehn Minuten verkürzen lässt. Auf Vorschlag des Bundesverbandes Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Deutschland, dessen Vertreter eng mit der DGU zusammenarbeiten, unterstützt die Fachgesellschaft die Anwendung der Rettungskarte. 

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) unterstützt die Anwendung der Rettungskarte durch öffentlichkeitswirksame Aktivitäten in notfallmedizinischen Fachkreisen.