„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 
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Prävention

Decade of Action for Road Safety

Dr. Dirk Stengel, Dr. Uli schmucker, Prof. Dr. Tim Pohlemann, Prof. Dr. Johannes Sturm, Prof. Dr. Günter Lob und Prof. Dr. Hartmut Siebert aus der DARS-Projektgruppe (v.l.)

Gegenwärtig versterben jährlich über 1,3 Millionen Menschen an den Folgen eines Verkehrsunfalls, Tendenz steigend. Dies bedeutet, dass im Jahr 2025 doppelt so viele Menschen an Verkehrsunfällen versterben werden als an HIV/AIDS! Im Mai 2011 proklamierten die Vereinten Nationen die „Verkehrssicherheitsdekade 2011-2020“ und übergaben deren Koordination an die WHO.

Die deutsche Unfallchirurgie mit ihren vielfältigen Kompetenzen in Prävention, Unfallforschung, Akutversorgung und Rehabilitation muss nun globale Verantwortung übernehmen. Daher hat sich unter maßgeblicher Mitwirkung der AG Prävention von Verletzungen die Initiativgruppe Decade of Action for Road Safety 2011-2020 – kurz IG_DARS – gegründet. Die IG_DARS möchte im Verbund mit den designierten Partnern DVR und DGUV der erste offizielle deutsche WHO-Partner werden. Wir bauen diesbezüglich auf die weiterhin gute Unterstützung durch den Bundesverkehrsminister, dessen Zustimmung zur Registrierung bei der WHO erforderlich ist. Unabhängig davon freuen wir uns, Ihnen schon jetzt konkrete Ergebnisse nennen zu können:

  • 1. Veranstaltungen: Noch vor dem DKOU 2011 findet ein Kick-off-Symposium statt, auf dem ein internationales Gremium über die länderübergreifende Neu-Definition von Verletzungsschweregraden beraten wird und andererseits die formale Gestaltung der Aktivitäten 2011/2012 beschlossen werden.
    Zudem wird eine DARS-Sitzung auf dem DKOU 2011 stattfinden.
    Neu: Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie wird eine DARS-Sitzung stattfinden.
  • 2. Fach- und grenzüberschreitender Wissens- und Technologietransfer: Der Bereich „Post-Crash Response“ ist einer von insgesamt fünf Schwerpunkten der Dekade. Es muss weiter konkretisiert werden, wie die eigenen Instrumente, Produkte und Projekte (z. B. Traumaregister, Traumanetzwerk, Unfallforschungen u. Ä.) in die Dekade eingebracht werden können.
  • 3. Partnerländer: Die IG_DARS kooperiert mit der interdisziplinären Deutsch-Indischen Initiative „thinkAUTO – für sichere und nachhaltige Mobilität“ und nimmt an Projekttreffen in 2011/2012 in Indien teil. Neben dem Partnerland Indien soll ein zweites, europäisches Partnerland in Osteuropa identifiziert werden.
  • 4. Weltweite Publikation der DGU-Aktivitäten: Hierfür konnte die englischsprachige Open-Access-Publikation „Journal of Trauma Management and Outcomes“ gewonnen werden. Das Medline-gelistete Journal hat sich der Förderung der Dekade durch Sponsoring der Publikationskosten für Autoren aus Entwicklungsländern verschrieben. Sponsoren sind herzlich willkommen. Ansprechpartner für die IG_DARS und für das Sponsoring wissenschaftlicher Artikel aus Entwicklungsländern ist Dr. Uli Schmucker uli_schmucker@yahoo.com; www.traumamanagement.org