„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

AG Prävention von Verletzungen

Aktivitäten

Erstmalig erfolgte in 2012 die eingeladene Teilnahme der AG am 1. Road Safety Congress Iran. Dort konnte sich die AG durch Vorträge und Vorsitze präsentieren und positionieren (Schmucker, Lob, Hell). Insgesamt wurde die Präsenz der AG vor Ort so gut aufgenommen, dass eine erneute Einladung zur Teilnahme für 2013 ausgesprochen wurde, mit Einräumung zweier eigener Sitzungen, die von der AG entsprechend organisiert werden.  

Des Weiteren erfolgte auch 2012 die erfolgreiche Teilnahme EFORT- und ESTES-Kongress in Form eingeladener Beiträge sowie die Leitung einer eigenen Sitzung der SICOT 2012.

Zusätzlich werden inzwischen hauptsächlich durch Dr. Uli Schmucker wesentliche Arbeitsanteile der IG DARS der DGU durch die AG Prävention von Verletzungen übernommen. In Kooperation mit dem Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DCR) wird die 2. Auflage des erfolgreichen Buches „Jeden kann es treffen“ organisiert und koordiniert. Hier sind die Mitglieder der AG federführend in die Erstellung und Bearbeitung der jeweiligen Einzelkapitel eingebunden. 

Nicht zuletzt wird im Rahmen des DKOU 2013 erstmalig das P.A.R.T.Y.-Projekt vorgestellt.  P.A.R.T.Y. steht dabei für Prevent-Alcohol-and-Risk-Related-Trauma-In-Youth und bezeichnet ein überregionales, internationales Präventionskonzept. 

Erste Kurse und Schulungen haben dabei bereits in Köln-Mehrheim unter der Leitung von Dr. Thomas Brockkamp als AG-Mitglied und der Supervision von Prof. Bertil Bouillon stattgefunden.  


Die Prävention von Verletzungen im Straßenverkehr ist ein Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft. AG-Mitglieder aus den Unfallforschungsprojekten in Hannover, Greifswald, Regensburg sowie vom ADAC können hier mit neuen Erkenntnissen zur Vermeidung von Unfällen und Verminderung der Verletzungsschwere beitragen.

Vor dem Hintergrund der rasanten Motorisierung in Entwicklungsländern sind Mitarbeiter der AG auch an Projekten zur Unfallprävention in Asien beteiligt (U. Schmucker, Greifswald). In den zurückliegenden Jahren wurden Projekte zur schulischen Verkehrserziehung und notfallmedizinischen Fortbildung von Ärzten in Vietnam durchgeführt. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung realer Unfall- und Verletzungsdaten aus Indien. In Kooperation mit Automobilherstellern, Verkehrsforschern, Versicherern und der WHO werden darüber hinaus Zukunftsstrategien für sichere Mobilität in indischen Großstädten entwickelt (Projekt thinkAUTO).

Auf der Jahrestagung der SICOT gab es eine eigene Sitzung zum Thema Unfallprävention unter Federführung der AG Prävention von Verletzungen der DGU gefolgt von einer Sitzung mit freien Themen der Unfallprävention. Weiterhin war es über Prof. Lob, München, möglich einen eingeladenen Vortrag von Dr. L. Koch, Mitglied des Europäischen Parlaments, direkt im Anschluss an die Präsidentenrede zum Thema Verkehrssicherheit zu platzieren.