„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Ausschüsse

Wissenschaftsausschuss

Leitung

Leiter

Prof. Dr. Hans Christoph Pape

Klinik für Unfallchirurgie
UniversitätsSpital Zürich

Stellvertreter

Prof. Dr. Markus Huber-Lang

Oberarzt, Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie,
Universitätsklinikum Ulm

Mitglieder

  • Prof. Dr. Michael Amling, Hamburg
  • Prof. Dr. Peter Augat, Murnau
  • Prof. Dr. Lutz Claes, Ulm
  • Prof. Dr. Georg Duda, Berlin
  • Prof. Dr. Florian Gebhard, Ulm
  • Prof. Dr. Wolf-Eberhard Mutschler, München
  • Prof. Dr. Michael Johannes Raschke, Münster

AUC-Akademie der Unfallchirurgie

  • Prof. Dr. Christian K. Lackner, München

Bone & Joint Decade

  • Prof. Dr. Peter Kirschner, Mainz
  • Prof. Dr. Hans-Jörg Oestern, Celle

Junges Forum

  • Dr. Alexander Euteneier, München

Klinisches Studienzentrum Heidelberg

  • Prof. Dr. Tim Pohlemann, Homburg/Saar

Qualitätssicherung

  • Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Berlin und Greifswald

Versorgungsforschung

  • PD Dr. Dirk Stengel, Berlin
  • Prof. Dr. rer. nat. Edmund Neugebauer, Köln

Aufgabenstellung

Der Wissenschaftausschuss (WA) arbeitet satzungsgemäß dem Geschäftsführenden Vorstand der DGU zu. Der Leiter ist Mitglied des Präsidialrates. Der Leiter und sein Vertreter werden für ein Periode von 3 Jahren vom Präsidium auf Vorschlag des Präsidialrates gewählt. Er bestimmt seinen Vertreter aus den Mitgliedern des Ausschusses. Der WA beruft zu besonderen Aufgabenstellungen zusätzliche Mitglieder.

Kernaufgaben:
Nach Satzung der DGU dient der WA die Förderung der Forschung.
Dazu zählen Planung, Koordination und Beratung von Wissenschaft und Forschung (Schwerpunkte, Gutachter, Gremien)
Zusätzlich sind die Themen Datenverarbeitung und –Dokumentation und Qualitätssicherung im Wissenschaftsausschuß angesiedelt.
Der WA hält den institutionellen Kontakt der DGU mit den vergleichbaren wissenschaftsorientierten Strukturen anderer Fachgesellschaften.

Ausschreibung und Ablauforganisation der wissenschaftlichen Preise der Gesellschaft.

Aus den Instituten, die sich zur Akademie der Unfallchirurgie unter organisatorischer Führung des früheren Leiters des WA, Prof. Mutschler, zusammengeschlossen haben, schafft der WA aktuell das Konzept  Netzwerk Experimentelle Unfallchirurgie (NEU).

Im einzelnen: Nachdem sich der Wissenschaftsausschuss mit Leitlinien und Klassifikationen beschäftigte und in der Folge die Akademie der Unfallchirurgie als Spin off aus dem WA entstand, soll jetzt verstärkt durch den Wissenschaftsausschuss die experimentelle Forschung propagiert und gefördert werden.

Inzwischen existieren in der deutschen Unfallchirurgie eine Zahl von renommierten Labors mit allen Techniken und Methoden für eine moderne Grundlagenforschung, die sich durchaus international messen können. Der Wissenschaftsausschuss schließt daher zunächst Labors, die bereits im Rahmen der Akademie zusammenarbeiten, zu einem Netzwerk Experimentelle Unfallchirurgie (NEU) zusammen. Diese Labors (Claes in Ulm, Amling in Hamburg, Neugebauer in Köln, Duda in Berlin, Schieker in München) erklärten sich bereit, Hospitationen und zeitlich und inhaltlich umfangreichere Gastaufenthalte von jungen Forschern aus der Unfallchirurgie anzubieten. Damit wird die Ausbildung in systematisierter experimenteller Forschung ermöglicht.

Gegenüber einem Gastaufenthalt z.B. in den USA hat das Netzwerk in der deutschen Unfallchirurgie den Vorteil, dass einerseits die Infrastruktur experimenteller Labors gestärkt wird und die Forscher im Land bleiben, andererseits auch die Nachhaltigkeit der Forschungsvorhaben durch weiter bestehende Kontakte kurzer Wege sichergestellt ist, wenn die Forscher innerhalb Deutschlands in ihre Forschungsumgebung zurückkehren.

Das Netzwerk NEU kann durch den Wissenschaftsausschuss dem BMBF und der DFG als Qualitätsmerkmal für die Förderung vermittelt werden.

So deutet sich in einem Gespräch mit Fr. Dr. Hintze (DFG) an, dass Forschungsstipendien der DFG gerne auch für Aufenthalte in kompetenten Labors in Deutschland vergeben werden.

Ein weiteres Standbein der Förderung kann mit der Industrie oder Stiftungen (z.B: Müller-Osten) gewonnen werden. Hier haben schon zielgerichtete positive Gespräche mit der Leiter Forschung bei Braun Melsungen (PD Dr. Kirschner) stattgefunden.

Darüberhinaus werden jährlich Treffen der experimentellen Zentren in der Art der Reisensburger Treffen stattfinden. Hier sollen keine Hochglanzvorträge gehalten werden, sondern gemeinsame Arbeitssitzungen:  Methodenseminar, Fortschrittsberichte, Zielabstimmungen. Außerdem werden Mitarbeiter auf allen Ebenen näher gebracht.

Die zentrale Aufgabe der DGU in dem Konzept wird sein, die Möglichkeiten und Chancen solcher Forschungsstipendien in profilierten Labors allen Interessierten näherzubringen, indem sie gleichsam die Mittlerfunktion zwischen Stipendiat, aufnehmendem Labor und Förderer einnimmt.

Der WA vertritt in Person des Leiters die  DGU in der Dachorganisation der Fachgesellschaften AWMF. Hier wurden und werden die Themen Leitlinien, Impact-Faktor, DRGs und Klassifikationssysteme, Juniorprofessur, Weiterbildungsordnung mitgestaltet. http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/

Die AWMF gibt ein Internetjournal heraus, German Medical Science (GMS), an dem die DGU mitarbeitet und z.B. ihre Kongressabstracts veröffentlicht. (s.Präsentation)
http://www.egms.de/en/ Der Leiter des WA und Prof. Rehm sind Mitglieder des Scientific Board.

Der Leiter WA ist Mitglied des Beirates der Zentralbibliothek der Medizin, Köln http://www.zbmed.de/

Bone and Joint Decade, eine politische Initiative der WHO für die Jahre 2000-2010, an der sich die DGU vor allem wissenschaftliche durch die Auflage einer Multicenterstudie Open Reduction and Plating versus Casting to heal Intraarticular Distal Radial Fractures (ORCHID)beteiligt. Die Förderung durch die DFG ist bewilligt. Betreut wird die Studie von der Unfallchirurgie der Universität Ulm (Professor Dr. Florian Gebhard).

CME. Der WA unterstützt eine Internetlernplattform aus der Uni München (Dr. Euteneier)

Neben der Arbeit in der AWMF diskutiert der WA zentral Aspekte der Evidence Based Medicine in die Diskussion um klinische Forschung Forschung (Dr. Stengel, Berlin).

Projekte

  1. Netzwerk Experimentelle Unfallchirurgie (NEU)
  2. German Medical Science (GMS)
  3. Wissenschaftliche Preise

Zu 1) Netzwerk Experimentelle Unfallchirurgie (NEU)

Deutsche Labors sind inzwischen in der muskuloskeletalen Forschung in allen ihren Aspekten im internationalen Vergleich konkurrenzfähig. Auch haben unfallchirurgische Kliniker die zentrale Bedeutung experimenteller Arbeit für zukünftige klinische Anwendungen erkannt (From Bench to Bedside)

Der Wissenschaftsausschuß der Deutschen Gesellschaft für´Unfallchirurgie initiiert das

Netzwerk Experimentelle Unfallchirurgie (NEU)

Dieses Netzwerk renommierter experimenteller Labors mit spezifischer Infrastruktur in Deutschland soll die experimentelle Forschung am Skelettsystem stärken. Bei anhaltendem Erfolg der Akademiekurse der Unfallchirurgie unter Leitung von Prof. Mutschler, München sollen für Kursabsolventen und andere Interessenten in den Labors längerfristige Hospitationen oder Forschungsaufenthalte ermöglicht werden. Diese Laboraufenthalte sollen vergleichbar ähnlichen Hospitationen in z.B. den USA  auch DFG- oder Stiftungs-gefördert stattfinden.

Der Vorteil des Netzwerkes liegt in der zur Verfügungsstellung von Forschungsmöglichkeiten auch für jene jungen Wissenschaftler, die diese Möglichkeiten in der eigenen Klinik nicht haben, dem Verweilen der jungen und begabten Forscher in Deutschland und in der problemlosen Reintegration in die eigene Forschungsumgebung: Die Forschungsaktivität bleibt, im Gegensatz zu vielen USA-Stipendien auch nach Rückkehr in das eigene Labor erhalten, da Rückgriffe auf die ausbildenden Netzwerklabors sehr einfach standortnah und kurzfristig möglich sind. Dadurch wird auch die Nachhaltigkeit der Forschungsförderung erhöht.

Darüber hinaus ergibt sich für die Labors des Netzwerkes experimentelle Unfallchirurgie die Chance eines intensiven und zielorientierten Forschungsverbundes, bei dem gemeinsame Forschungsrichtungen abgestimmt und Forschungsanträge koordiniert verfasst werden können. Es sollen über gemeinsame Projekte strategische themenbezogene Partnerschaften unter den Labors entstehen. Diese Netzwerkbildung ist auch im Interesse der DFG, die bevorzugt Laborverbünde fördern möchte.

Zur Abstimmung innerhalb des Netzwerkes werden projekt- und themenorientierte Treffen dienen.

Das Netzwerk Experimentelle Unfallchirurgie ist offen und interdisziplinär konzipiert: Zur Zeit besteht es aus den Labors der Akademie-der-Unfallchirurgie-Teilnehmer München-Mutschler, Ulm-Claes, Hamburg -Amling/Meenen/Rueger und dem Labor in Berlin-Duda/Haas. Weitere am Skelettsystem interessierte Labors können sich bei entsprechender Infrastruktur und bei Bereitschaft der Kooperation in den genannten Feldern jederzeit beteiligen. Ein Erweiterung um experimentelle orthopädische Labore wird angestrebt.

Zu 2) German Medical Science (GMS)

Siehe die untenstehende Präsentation.

Zu 3) Wissenschaftliche Preise

Der Wissenschaftsausschuss betreut die Ausschreibung und die Preisvergabe der wissenschaftlichen Preise der DGU. Eine Übersicht der Preise finden Sie hier (Link).

Tagungen

Jeweils zu den Präsidiumssitzungen (Sommer und Kongress) und 1-2 mal zwischendurch nach Bedarf in FFM Uniklinik.