„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Sektion Kindertraumatologie

Projekte

Studien

Zur Behandlung der Femurschaftfraktur wird über zwei Jahre eine prospektive AO-CID Studie durchgeführt, die durch die AO mit 750.000 Sfr gefördert wird. Bisher sind fünf Studienzentren im deutschsprachigen Europa beteiligt.

Die DFG-geförderte Studie zur Behandlung der distalen Unterarmfraktur beim Kind unter Leitung von Prof. Dr. L. Wessel aus Mannheim wurde wegen zu geringer Beteiligung nicht weiter gefördert. Sie soll aber als Registerstudie weiter geführt werden.


Register

Im Register "pathologische Frakturen“ sind inzwischen über 65 Kinder eingeschlossen. Weitere Kliniken können sich gern beteiligen. Nähere Informationen gibt es direkt bei der Sektion Kindertraumatologie.


Bücher und Artikel

Das Lehrbuch "Praxis der Kinder- und Jugendtraumatologie" ist erschienen. Alle Herausgeber sind Mitglieder der Sektion. Federführend war Hans-Georg Dietz, der stellvertretende Sektionsleiter bis 2012. In 2011 sind im Unfallchirurgen zwei Themenhefte der Kindertraumatologie erschienen. Leitthema des ersten Heftes im April war die obere Extremität, im Mai folgte die untere Extremität, jeweils mit fünf Artikeln. In beiden Heften wurde von den Autoren darauf geachtet, im Gegensatz zum Lehrbuchinhalt kontroverse und aktuelle Themen zu behandeln. Ein weiteres Themenheft zur Kindertraumatologie ist für das European Journal of Trauma noch in diesem Jahr in Planung.


Leitlinien

Die Sektion benennt für die Leitlinienerstellung die Mitarbeiter in den jeweiligen Arbeitskreisen nach Rücksprache mit Prof. Stürmer (Leitlinienbeauftragter der DGU) oder Prof. Schmittenbecher (Leitlinienbeauftragter der DGKCh). Kürzlich abgeschlossen wurde die S2-Leitlinie "Schädel-Hirn- Trauma im Kindesalter" (DGKJ, DGKCh, DGU u.a., bereits über DGU-Alert verteilt) sowie die S2-Leitlinie "Sprunggelenksfraktur". Aktuell wird an der S2k-LL „Polytrauma beim Kind“ gearbeitet.


Weißbuch

Die zweite, erweiterte Auflage des Weißbuchs ist erschienen. Hier wird für die TraumaNetzwerke der DGU unter 3.4 erstmals ein "kindertraumatologisches Referenzzentrum" beschrieben und gefordert. Ein überregionales Traumazentrum muss demnach zukünftig auch kindertraumatologische Kompetenz nachweisen. Ist innerhalb eines Netzwerks keine solche Kompetenz vorhanden, muss eine Kooperation mit einem benachbarten Netzwerk diese herstellen.


Neuordnung des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens

Ein Arbeitskreis der Sektion berät die DGUV bei der Neuausrichtung der Heilverfahren. Bereits verabschiedet ist eine verpflichtende regelmäßige Fortbildung des D-Arztes im Bereich Kindertraumatologie. Gearbeitet wird derzeit im Bereich VAV, SAV und Reha-Management. Ziel ist eine beschlussfähige Vorlage bis Ende 2012.


D-Arzt Kind

Die Sektion ist weiterhin eingebunden in die Erstellung von Richtlinien zur Behandlung unfallverletzter Kinder sowohl im Bereich der Schwerverletztenversorgung (Weißbuch, Traumanetzwerk, VAV) als auch in entsprechenden Bereichen der Neuausrichtung des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens.