„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Ehrungen

Stromeyer-Medaille

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) verleiht die Stromeyer-Medaille einmal jährlich als Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Werke des unfallchirurgischen und übergreifenden traumatologischen Schrifttums. Auszeichnungswürdig für diesen Literaturpreis sind Veröffentlichungen in Buchform in deutscher Sprache mit hohem wissenschaftlichem Informationswert für Praxis und Lehre.

Die Auszeichnung ist Einzelverfassern vorbehalten. Sie kann jedoch auch für das gemeinsame, eine Einheit bildende Werk höchstens zwei Verfassern zuerkannt werden. Das auszuzeichnende Werk muss im Jahr der Verleihung oder in den diesem vorangegangenen zwei Jahren im Buchhandel veröffentlicht worden sein. Habilitationsschriften kommen in Betracht, wenn sie vorstehenden Anforderungen entsprechen. Der Literaturpreis wird nicht für Autobiographien und nicht für Herausgabe von Sammelwerken oder Buchreihen vergeben.

Die Auswahl des für ein bestimmtes Werk auszuzeichnenden Preisträgers erfolgt durch ein Kuratorium. Dieses besteht aus fünf vom Präsidium bestellten Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. 

Der Literaturpreis ist dem Andenken des Chirurgen Georg Friedrich Louis Stromeyer (1804–1876) gewidmet und trägt dessen Namen. Der nicht dotierte Preis besteht aus einer goldenen Medaille mit dem Bildnis des Namengebers, der zu den namhaftesten Chirurgen des 19. Jahrhunderts gehörte und durch die vergleichende Beschreibung und Mitteilung seiner Beobachtungen die naturwissenschaftliche Ausrichtung der chirurgischen Literatur mitbegründet und dadurch die Entwicklung der Chirurgie maßgeblich gefördert hat.

Bestimmungen für die Stromeyer-Medaille (PDF)


Preisträger der Stromeyer-Medaille

  • 2015: Prof. Eugen H. Kuner, Umkirch
  • 2014: Prof. Dr. Martin Breitenseher, Horn (Österreich)
  • 2013: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Dietz, München, für das von ihm herausgegebene Buch „Praxis der Kinder- und Jugendtraumatologie“  
  • 2012 Prof. Dr. Stefan Rehart für seine deutsche Übersetzung aus dem Französischen des Buches „Chirurgie de la main – 1. L'urgence“ „Chirurgie der Hand – Der Notfall“
  • 2011 Dr. Adam Geremek, Kiel, für sein Werk „Wachkoma: Medizinische, rechtliche und ethische Aspekte“
  • 2010 Prof. Dr. Reiner Labitzke, Schwerte, für sein Werk „Handbuch der Seilosteosynthesen“
  • 2009 Prof. Dr. Ulrich A. Wagner, Wesermünde, und Prof. Dr. Hans-Martin Schmidt, Bonn, für ihr Werk „Ausgewählte  Fehler- und  Gefahrensituationen  bei  orthopädisch-unfallchirurgischen Eingriffen. Ein Kompendium unter besonderer Berücksichtigung topografischer Aspekte“
  • 2008 Dr. iur. Horst Kater, Berlin, für sein Werk „Das ärztliche Gutachten im sozialgerichtlichen Verfahren. Die schwierige Kommunikation zwischen Juristen und Medizinern“
  • 2007 Prof. Dr. Jürgen Rudigier, Offenburg, für sein Werk „Kurzgefasste Handchirurgie. Klinik und Praxis“
  • 2006 Prof. Dr. Benno Kummer, Köln, für sein Werk Biomechanik. Form und Funktion des Bewegungsapparates“
  • 2005 Prof. Dr. Michael Sachs, Frankfurt am Main, für sein Werk „Die Geschichte der operativen Chirurgie“, 5 Bände.
  • 2004 Prof. Dr. Ernst Teubner, Göppingen, für sein Werk „Der Schultergürtel. Form und Funktion, Entwicklung, Biomechanik und Trauma“
  • 2003 Dr. Eduard M. Walthers, Marburg an der Lahn, für seine Übersetzung des Werks von A. Grenspan: Orthopedic Radiology. A practical Approach unter dem Titel „Skelettradiologie – Orthopädie, Traumatologie, Rheumatologie, Onkologie“
  • 2002 PD Dr. Dr. h.c. Urs Heim, Gümligen, Schweiz, für sein Werk „Das Phänomen AO. Gründung und erste Jahre der Arbeitsgemeinschaft für das Studium der Osteosynthese (1958-1963)“
  • 2001 Prim. Dr. Fritz Povacz, Gaspolzhofen, Österreich, für sein Werk „Die Geschichte der Unfallchirurgie“