„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Preise und Stipendien

Hans-Liniger-Preis

© DGU

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) schreibt den nach ihrem Mitbegründer benannten Hans-Liniger-Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für besondere Leistungen aus den Gebieten Unfallheilkunde, Versicherungs-, Versorgungs- und Verkehrsmedizin oder ihren Grenzgebieten aus. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Bewerben können sich unter anderem Ärztinnen und Ärzte, Juristinnen und Juristen und Versicherungsfachleute.

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2018.

Die Bewerbungsunterlagen sind bei der Geschäftsstelle der DGU einzureichen.



Preisträger

  • 2017: PD Dr. Elizabeth Rosado Balmayor, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
    „Strategische Ansätze zur Verwendung von Bone Morphogenetic Protein für das Bone Engineering“
    In ihrer Arbeit hat die Forscherin einen gentherapeutischen Ansatz zur Behandlung von Knochendefekten entwickelt, bei dem chemisch modifizierte Ribonukleinsäure-Moleküle (RNA) Zellen dazu anregen, Faktoren für das Knochenwachstum herzustellen. Rosado Balmayor konnte zeigen, dass die so veränderten Stammzellen sich ohne Nebenwirkungen zu knochenbildenden Zellen entwickeln.

  • 2016: PD Dr. Christian W. Müller, Medizinische Hochschule Hannover
    „Osteosynthese 4.0 – Transkutane Form- und Steifigkeitsveränderung einer experimentellen Osteosyntheseplatte aus NickelTitanium“
    In seiner Arbeit zeigt Müller, wie eine neu entwickelte Formgedächtnis-Platte aus Nickel-Titan durch elektromagnetische Induktion so verändert werden kann, dass sie dauerhaft eine höhere Steifigkeit annimmt. Auf Basis dieser Ergebnisse können neue Osteosynthese-Techniken entwickelt werden, bei denen Implantate in ihrer Steifigkeit dem Heilungsverlauf individuell und ohne eine erneute OP angepasst werden. Damit könnten die Knochenheilung beschleunigt, Operationen eingespart und Komplikationen vermieden werden.
    Preisverleihung

  • 2015: Florian Haasters, Ludwig-Maximilians-Universität München
    „Osteoporose-assoziierte Veränderungen der BMP-2 und BMP-7 vermittelten Migration sowie Invasion humaner mesenchymaler Stammzellen“

  • 2014: Patric Garcia Caso, Universitätsklinikum Münster
    „Fracture Healing and Non-union Formation in Mice: Model Development, Pathophysiology and Novel Treatment Strategies”

  • 2013: Dr. Matthias Knobe, Uniklinik RWTH Aachen
    „Komplikationen bei der pertrochantären Femurfraktur: Spannungsbogen zwischen Frakturinstabilität, chirurgischer Präzision und innovativem Implantatdesign“

  • 2012: Sebastian Lippross, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
    „In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen zur Wirkung von Platelet-rich Plasma in orthopädisch-unfallchirurgischer Anwendung“

  • 2011: Jörg H. Holstein, Universitätsklinikum des Saarlandes
    „Die Frakturheilung der Maus: Charakterisierung endogener und exogener Einflussfaktoren und Entwicklung neuer Therapieansätze“

  • 2010: Carl Haasper, Medizinische Hochschule Hannover
    „Tissue Engineering eines osteochondralen Transplantates - Klinische und experimentelle Untersuchungen“

  • 2009: Wolfgang Schneiders, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
    „Untersuchungen der Materialeigenschaften und der Biokompatibilität eines mit Chondroitinsulfat und Kollagen versetzten Kalziumphosphatzements“

  • 2008: Deike Varoga, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
    „Expression und Regulation angeborener Immunmechanismen bei Gelenkerkrankungen“

  • 2007: Pia Pogoda, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    „Knochenmasseverlustsyndrome im Schaf: Entwicklung und Charakterisierung“

  • 2006: Niels C. Riedemann, Medizinische Hochschule Hannover
    „Die pathophysiologische Bedeutung des C5A-Rezeptors in der Entstehungsphase der Sepsis“

  • 2005: Johannes Frank, Universitätsklinikum Frankfurt
    „Intravitalmikroskopische Analyse und Quantifizierung der Angiogenese und Mikrozirkulation im Gewebe und in der Wundheilung am Tiermodell“

  • 2004: Johannes Zeichen, Medizinische Hochschule Hannover
    „Modulation der Zellproliferation. Synthese von Procollagen Typ I, Typ III und Expression von Hitzeschockprotein 72 von humanen Fibroblasten unter dem Einfluss von zyklischer mechanischer Dehnung“

  • 2003: Michael Amling, Universität Hamburg
    „Von der skelettalen Mikroarchitektur über die Knochenzellbiologie zur zentralen Kontrolle der Knochenmasse“

  • 2002: Frank Kandziora, Charité – Universitätsmedizin Berlin
    „Experimentelle Spondylodese der Schafswirbelsäule“

  • 2001: Martin Grotz, Medizinische Hochschule Hannover
    „Die Darmhypothese des Multiorganversagens nach schwerem Trauma“

  • 2000: Gerhard Schmidmaier, Charité-Klinikum der Humboldt-Universität zu Berlin
    „Die lokale Freisetzung von IGF- und FGF-1 aus einer biodegradierbaren Poly (D, L-Laktid)-Beschichtung von Implantaten beschleunigt die Frakturheilung“

  • 1999: Stefan Rose, Universitätsklinik Homburg/Saar
    „Studien zur pathogenetischen Bedeutung neutrophiler Granulozyten nach Extremitätenischämie, Polytraumatisierung und bakterieller Sepsis“

  • 1997: Christian Voigt, Freie Universität Berlin
    „Reaktion endostaler Zellen des Kaninchenhumerus bei Störung der physiologischen Kraftverteilung in vivo“

  • 1997: Andreas Seekamp, Medizinische Hochschule Hannover
    „Die Interaktion von neutrophilen Granulozyten und den kapillären Endothelzellen in traumatisch induzierten Ischämie/Reperfusionsschäden neuer klinikrelevanter Osteoporose-Großtiermodelle“
  • 1996: Hans-Christoph Pape, Medizinische Hochschule Hannover
    „Pulmonale Komplikationen nach intramedullärer Stabilisierung des Femurschaftes bei Polytrauma“
  • 1994: Gerd Regel, Medizinische Hochschule Hannover
    „Die unspezifische Immunabwehr nach schwerem Trauma und ihre Bedeutung für den generalisierten Zellschaden und das Multiorganversagen“
  • 1992: Harald Knaepler, Philipps-Universität Marburg
    „Untersuchungen zur Knochendesinfektion und Sterilisation sowie deren Auswirkungen auf die biologische Wertigkeit des Knochenimplantates“
  • 1990: Johannes M. Rueger, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität
    „Knochenersatzmittel“
  • 1988: Hans Zwipp, Medizinische Hochschule Hannover
    „Die anterolaterale Rotationsinstabilität des Oberen Sprunggelenks“
  • 1986: Klaus E. Rehm, Justus-Liebig-Universität Gießen
    „Die Osteosynthese der Thoraxwandinstabilitäten“
  • 1984: Volker Echtermeyer, Medizinische Hochschule Hannover
    „Diagnostik und Therapie des Compartment-Syndroms – Eine klinische und tierexperimentelle Studie“
  • 1982: Hans-Jörg Oestern, Medizinische Hochschule Hannover
    „Eine klinische und experimentelle Studie zur Pathogenese, prognostischer und therapeutischer Wertigkeit früher kardiopulmonaler Veränderungen nach schwerem traumatischem Schock“
  • 1980: Günter Lob, Universität Ulm
    „Chronische, posttraumatische Osteomyelitis: Tierexperimentelle und klinische Untersuchungen zu einer oralen antibakteriellen Vaccination“
  • 1978: Leo Gotzen, Hannover
    „Untersuchungen zur Neutralisationsplatten-Osteosynthese und der Richtlinien für ihre praktische Durchführung“
  • 1978: Hans-Jürgen Refior, München
    „Tierexperimentelle Untersuchungen zum Verhalten der Mikrostruktur des Hyalin-Gelenkknorpels unter Druckbelastung“
  • 1976: Hans-Otto Dustmann, Universitätsklinik Heidelberg
    „Altersabhängige Reaktionen des Gelenkknorpels nach Verletzungen“
  • 1974: Klaus-Peter Schmit-Neuerburg, Universitätsklinikum der Gesamthochschule Essen, und Christian-Dietrich Wilde, Kreiskrankenhaus Bad Homburg v.d.H.
    „Experimentelle Untersuchungen zur Einheilung massiver Cortikalis-Transplantate“
  • 1972: Prof. Dr. Manfred Weigert, Städtisches Krankenhaus am Urban Berlin
    „Anregung der Knochenbildung durch elektrischen Strom“
  • 1970: Wilfried Schramm, Knappschaftskrankenhaus Bergmannsheil Gelsenkirchen-Buer
    „Klinische und tierexperimentelle Untersuchungen über die Transplantation autoplastischer Spongiosa“
  • 1968: Horst Kindler, Klinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin
    „Die Hemmwirkungen von Hydrocortison und Antibiotika auf die Wundheilung“
  • 1966: keine Preisverleihung
  • 1964: keine Preisverleihung
  • 1962: keine Preisverleihung
  • 1961: Wilhelm Thorban, Gießen
    „Klinische und experimentelle Untersuchungen zur Ätiologie und Pathogenese der posttraumatischen Sudeckschen Gliedmaßendystrophie“
  • 1958: Leo Koslowski
    „Intravitale Autolyse als pathogenetisches Prinzip“
  • 1956: Armin Bauermeister, Universitätsklinik Kiel
    „Ergebnisse einer Maceration und Verpflanzung von Knochenspänen und ihre Bedeutung für den Aufbau der Knochenbank“