„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Preise und Stipendien

Promotionspreis

© DGU

Den diesjährigen Promotionspreis vergibt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) für die beste eingereichte Dissertation im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie aus den Jahren 2018 bis 2020. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro verbunden.

Zur Bewerbung zugelassen sind von der jeweiligen Fakultät angenommene Dissertationen in deutscher oder englischer Sprache als Einzel- oder als kumulative Arbeiten sowie der Erstautoren von Arbeitsgruppen. Bewerber dürfen bei Einreichung ihrer Dissertation das 32. Lebensjahr nicht überschritten haben.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2020.

Die Bewerbungsunterlagen sind bei der Geschäftsstelle der DGU einzureichen.



Preisträger

  • 2019: Dr. Sarah Kelch, Klinik für Geburtsmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
    „Gender-independent miRNA expression profiles in bone homeostasis as potential cellular biomarkers and targets for osteoporosis diagnosis and treatment“
    Auf der Suche nach innovativen Möglichkeiten zur Diagnosestellung der Osteoporose mittels replizierbaren Blutuntersuchungen, lassen sich miRNAs identifizieren, die durch ihre Rolle in dem komplexen Netzwerk der Genregulation einen negativen Einfluss auf die Knochenzellen nehmen. In Ihrer Studie konnte Kelch zeigen, dass durch Blockade dieser „schlechten“ miRNAs, die Zellen wieder zu „normalen“, nicht-osteoporotischen Zellen regeneriert werden können. Es gelang der 29-jährigen Wissenschaftlerin eine neue Säule diagnostischer und klassifizierender Möglichkeiten aufzuzeigen. Künftig könnten diese Nukleinsäurebotschafter als therapeutisch einsetzbare Moleküle eine bedeutende Rolle für die personalisierte Medizin der Osteoporose spielen.

  • 2018: Dr. Claudia Schlundt, Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
    „Impact of the adaptive immune system in bone fracture healing“
    In ihrer Studie hat die Biologin am Tiermodell untersucht, welchen Einfluss bestimmte T-Zellen, die eine überschießende Reaktion des Immunsystems unterdrücken, auf den Heilungsprozess von Knochen haben. Sie konnte zeigen, dass die sogenannten CD4+ Treg-Zellen das Potenzial haben, die Knochenheilung abhängig vom allgemeinen Immunstatus zu verbessern. Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es für den Erfolg von immuntherapeutischen Behandlungsansätzen ist, im Vorfeld den individuellen Immunstatus von Patienten zu analysieren, um eine gegenteilige Wirkung zu verhindern.
    Weitere Infos

  • 2017: Dr. Taimoor Qazi, Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
    „Synthetic biomaterial microenvironments to modulate paracrine effects of mesenchymal stromal cells for skeletal muscle regeneration“
    In seiner Studie zeigt der Wissenschaftler am Tiermodell, dass geometrisch optimierte dreidimensionale und mikroporöse Biomaterialien in Verbindung mit spezifischen Wachstumsfaktoren das regenerative Potenzial von Stammzellen fördern und so die Heilung von stark verletztem Muskelgewebe verbessern. Die Ergebnisse der Arbeit können zukünftig dazu beitragen, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern, deren Muskeln bei einem chirurgischen Eingriff verletzt wurden und die von einer post-operativen Muskelschwäche betroffen sind.

  • 2016: Dr. Markus Prause, Technische Universität München
    „In vitro effects of pantoprazole on human osteoblasts and osteoclasts“
    In seiner Arbeit untersucht Prause den Zusammenhang von Osteoporose und Medikamenten zur Vorbeugung magenschädigender Eigenschaften von Aspirin, Ibuprofen und verwandter Medikamente in der Akutschmerztherapie. Er konnte auf zellulärer Ebene nachweisen, dass das Medikament Pantoprazol entgegen bisheriger Hypothesen als Nebenwirkung nicht Osteoporose verursacht, sondern im Gegenteil eine erhöhte Knochendichte zur Folge hat. Das Fazit: Der scheinbare Zusammenhang zwischen der Einnahme von sogenannten Protonenpumpenhemmern sowie einer verminderten Knochenqualität muss weiter erforscht werden.
    Preisverleihung

  • 2015: Dr. Martin Zens, Freiburg
    „Biomechanische Charakterisierung des anterolateralen Ligaments“

  • 2014: Dr. Martin Schulze, Münster
    „Entwicklung und Evaluierung eines Roboter gestützten Prüfaufbaus zur Untersuchung der Biomechanik mono- und multisegmentaler lumbaler Wirbelsäulen”

  • 2013: Dr. Michael Roßkopf, Obertraubling
    „Epidemiologie und Outcome okzipitaler Kondylenfrakturen. Eine prospektive Studie zum Stellenwert bestehender Klassifikationen mit Implementierung einer neuen Klassifikation”