„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Orthopäden und Unfallchirurgen in der Klinik haben nahezu alle elektiven Eingriffe eingestellt. Die Krankenhäuser haben umgerüstet und bereiten sich auf die angekündigte Welle mit einer hohen Anzahl von Corona-Patienten vor: Intensivkapazitäten sind aufgestockt, Personal umorganisiert und Schutzausrüstung besorgt. Das kostet Geld. Daher hat das Bundesministerium für Gesundheit Hilfe für eine Krisenfinanzierung zugesagt und ein Krankenhausentlastungsgesetz auf den Weg gebracht. DGOU-Generalsekretär Prof. Dr. Dietmar Pennig bewertet den aktuellen Kabinettsbeschluss vom 23. März 2020 und erklärt, warum diese gesetzlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise unerlässlich sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) loben im Jahr 2020 zum elften Mal den Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie (JOU) aus. Mit der Würdigung herausragender Publikationen aus den Bereichen Print, Rundfunk sowie Online-Medien möchten die Verbände die Qualität der Berichterstattung über orthopädisch-unfallchirurgische Themen fördern und die wachsende Bedeutung des Faches in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Bewerbungen können bis zum 31. Juli 2020 eingereicht werden. Der Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Er kann von der Jury auf mehrere Arbeiten aufgeteilt werden.

Der Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) dient der Förderung von Neuerungen auf dem unfallchirurgischen Fachgebiet. Die Auszeichnung wird für wissenschaftliche Arbeiten zu diagnostischen oder anwendungstechnischen Innovationen vergeben, die zeitnah in die Patientenversorgung einfließen können. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Firma DePuy-Synthes gestiftet. Bewerbungen können bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden.

Aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus werden zahlreiche aktuelle Veranstaltungen wie Kongresse, Tagungen, Fortbildungs- und Weiterbildungskurse abgesagt oder verschoben. Auch der Deutsche Chirurgen Kongress 2020 (DCK 2020) kann nicht wie geplant vom 21. bis zum 24. April 2020 stattfinden – gleiches gilt für die Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU) vom 30. April bis zum 2. Mai 2020. Aktuelle Informationen gibt es auf den jeweiligen Websites der Veranstalter. Darüber hinaus listet die gemeinsame Akademie für Orthopädie und Unfallchirurgie (AOUC) der DGOU und des BVOU unter www.aouc.de alle bekannten Hinweise zu Terminabsagen oder -verschiebungen.

Jedes Jahr wächst das Fachwissen um Millionen von Beiträgen zu medizinischen Veröffentlichungen, auch zu Orthopädie und Unfallchirurgie. Wer zu einer bestimmten Fragestellung Literatur sucht, hat es nicht leicht. Um wissenschaftliche Erkenntnisse aus der klinischen Forschung effizient in den klinischen Alltag zu übertragen, haben die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und das Universitätsklinikum Düsseldorf TraumaEvidence ins Leben gerufen. Mit einer Kickoff-Veranstaltung im Februar 2020 ist das Projekt offiziell gestartet. Jetzt sucht das Team um Initiator Prof. Dr. Joachim Windolf Verstärkung durch junge Ärzte aus O und U, die das Projekt als Reviewer unterstützen.

Die Sektion Notfallmedizin, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (NIS) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) lobt dieses Jahr erstmals den NIS-Generali-Preis für die Verbesserung der Schwerverletztenversorgung aus. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der Generali Deutschland AG gestiftet. Mit der Auszeichnung möchte die Sektion herausragende wissenschaftliche Untersuchungen und konkrete Projekte fördern, die einer Verbesserung der Qualität der Versorgung schwerverletzter Patienten dienen. Die Bewerbungen können bis zum 30. Mai 2020 eingereicht werden.

Um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und herausragende Leistungen in den Bereichen der Unfallheilkunde sowie der Versicherungs-, Versorgungs- und Verkehrsmedizin oder angrenzenden Fachgebieten zu würdigen, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) den Hans-Liniger-Preis aus. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Bewerbungen können noch bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden.

Eine Arthrose an der Hand kann Betroffene im Alltag stark beeinträchtigen: Es kommt zu Schmerzen, Schwellungen und Steifheit. Alltägliche Handgriffe wie einen Schwamm auszudrücken werden zur Herausforderung. Anlässlich des Tags der Hand am 1. März 2020 weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) darauf hin, dass Schmerzfreiheit und der Erhalt der Beweglichkeit einen hohen Stellenwert in der Behandlung haben. Bewährt haben sich dabei konservative Maßnahmen wie Ruhigstellung, Injektionen, Medikamente oder Handtherapie. Wenn diese ausgeschöpft sind oder keinen Erfolg bringen, können handchirurgische Maßnahmen helfen. In den letzten Jahren wurde viel Neues im Bereich der Handchirurgie entwickelt, so gewinnen kleinste Fingergelenk-Prothesen an Bedeutung. „Die Hände sind für den Alltag unentbehrlich. Heute können wir Beweglichkeit von Fingergelenken mit modernsten Implantaten erhalten. Sie bieten inzwischen eine Alternative zur operativen Versteifung“, hebt Prof. Dr. Dieter C. Wirtz, Präsident der DGOU und Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Bonn den Fortschritt in der Medizin hervor.

Strukturen und Regelungen hinsichtlich der Weiterbildung oder Patientenlenkung können alltägliche Prozesse ordnen und mitunter vereinfachen, sie können jedoch auch hemmende Knebel sein und sogar Fehlentwicklungen verfestigen. Deshalb müsse sich die Ärzteschafft verstärkt in den politischen Diskurs einbringen, um hinderliche bestehende sowie nahende Auswirkungen abzuwenden. Darüber waren sich die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) im November 2019 einig. Zu diesen und weiteren Diskussionsthemen ist in der neuen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ (OUMN) ein Artikel erschienen.

Erkrankungen und Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparats gehören zu den häufigsten Leiden in Deutschland. Es werden jährlich allein rund 1,6 Millionen Betroffene laut Statistischem Bundesamt in deutschen Krankenhäusern operativ versorgt. Da die meisten der muskuloskelettalen Erkrankungen zunehmend im Alter auftreten, wird angesichts des demographischen Wandels die Zahl der Betroffenen in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Darüber wie Lebens- und Versorgungsqualität der Patienten auch zukünftig gesichert werden kann und welche Herausforderung dies für das Fach bedeutet, äußert sich Prof. Dr. Dieter C. Wirtz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Bonn.