„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) zeichneten heute den herausragenden Beitrag „Operation Knie“ von Helmut Broeg und Susanne Donner mit dem Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie (JOU) 2020 aus. „Der Text nähert sich umfassend einem Thema, das viele Patienten interessiert: Welche nicht-operativen Möglichkeiten gibt es bei Knieschmerzen? Er fußt auf einer umfassenden Recherche und gibt die Ergebnisse laienverständlich und spannend wieder. Damit kann er für viele Betroffene eine hilfreiche Orientierung sein“, fasst Juryvorsitzender Univ.- Prof. Dr. med. Karsten E. Dreinhöfer das Ergebnis der Jurysitzung zusammen. Die JOU-Verleihung fand im Rahmen der gemeinsamen virtuellen Jahrespressekonferenz von DGOU und BVOU statt.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) haben heute auf ihrer Jahrespressekonferenz Vorschläge für einen Strukturwandel der Versorgung von Erkrankungen und Verletzungen am Bewegungsapparat gemacht. Der Patient müsse durch ein flächendeckendes Versorgungsnetzwerk gezielt geleitet werden. Der Behandlungsweg führe ausgehend von einer starken ambulanten Versorgung mit niedergelassenen Fachärzten über Krankenhäuser unterschiedlicher Versorgungstufen und, falls erforderlich, Rehabilitationseinrichtungen wieder zurück zum Facharzt. Bisweilen verhindern die Sektorengrenzen eine nahtlose verzahnte Versorgung. Zudem wissen Patienten oftmals nicht, ob sie für ihre Beschwerden am Muskel-Skelett-System ambulant, im Krankenhaus oder in einem Spezialzentrum am besten aufgehoben sind. Nicht alle können alles und überall versorgen, sind sich die Experten einig. Vielmehr bräuchte es einheitlich festgelegte Qualitätsanforderungen, um zu entscheiden, von wem und wo welche Erkrankung versorgt werden darf. Der Ausbau der Versorgungsforschung würde hier helfen, um Versorgungsprozesse besser zu bewerten. Auch könnte die Digitalisierung in der Medizin einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Kursreihe „Interpersonal Competence Training“ gibt Ärzten und Pflegenden Werkzeuge an die Hand, um die Arbeit im Team und die Sicherheit in der Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Das innovative Kurskonzept wurde von Lufthansa Aviation Training (LAT) in Kooperation und mit der Expertise der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) entwickelt. Der nächste Kurs für Assistenz- und Fachärzte (IC 1) findet vom 4. bis zum 5. Dezember 2020 in Seeheim-Jugenheim unter Berücksichtigung der Mindestabstandsregelungen statt. Mitglieder von DGOU, DGOOC und DGU erhalten 10 Prozent Rabatt mit dem Buchungscode „DGOU_AKTION“.

Trotz der COVID-19-Pandemie konnte auch in diesem Jahr die Summer School der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) stattfinden. Vom 23. bis zum 25. September 2020 hatten 30 Studierende der Medizin die Möglichkeit, im Sana Klinikum Sommerfeld bei Berlin einen umfangreichen Einblick in das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie zu erhalten. Dabei standen neben den fachlichen und wissenschaftlichen Inhalten auch der persönliche Austausch der Nachwuchsmediziner mit den erfahrenen Ärzten im Fokus. Bereits zum 12. Mal hat das Junge Forum O und U als gemeinsame Nachwuchsorganisation von DGOU und BVOU die zweitägige Veranstaltung mit dem Organisationsteam vor Ort geplant und begleitet.

Knochen werden im Alter fragiler und frakturanfälliger. Auf einen Bruch folgt schnell ein zweiter. Speziell betroffen sind daher betagte Osteoporosepatienten. Angesicht der demographischen Entwicklung werden umfängliche Versorgungskonzepte, die auf die komplexen medizinischen Bedürfnisse älterer Menschen eingehen, immer dringlicher. Das AltersTraumaZentrum DGU® im Marienhospital in Stuttgart hat hierfür eine Antwort gefunden, indem sie dort das gesamte Wissen aus einem Team aus Internisten, Geriartern, Orthopäden und Unfallchirurgen sowie Osteologen bündeln und sich gemeinsam um die Versorgung gestürzter Patienten kümmern. Darüber, wie die interdisziplinäre Herangehensweise in der Praxis erfolgt, berichten mehrere Akteure im Interview in der aktuellen Ausgabe der Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten (OUMN).

Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand der Jahreskongress von TraumaRegister DGU®, der Sektion Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (NIS) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und TraumaNetzwerk DGU® (kurz TNT 2020) am 11. September als rein digitales Ereignis statt. Das Besondere: Der TNT 2020 war wohl einer der ersten medizinischen Kongresse in Deutschland, die unter Nutzung von Avataren ausgerichtet wurde. Damit sich Interessierte einen Eindruck von der Tagung machen können, gibt es die Highlights jetzt in einem kurzen Video-Clip auf Youtube. Zudem stehen einzelne Beiträge als Download auf Twitter zur Verfügung.

In diesem Jahr gibt es erstmals keinen Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU). Damit Interessierte und Freunde der O und U aber nicht auf eine volle Woche Input mit den neuesten Erkenntnissen aus Forschung, Versorgung und Berufspolitik im Fach verzichten müssen, hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) die Digitale Woche O&U ins Leben gerufen. Organisiert und durchgeführt wird sie von der Akademie für Orthopädie Unfallchirurgie (AOUC). Auch der mittlerweile traditionelle Science Slam hat einen festen Platz im Programm. Wie genau der diesjährige Wettstreit der Wissenschaftler in einer Online-Version aussehen wird, verrät die Organisatorin und Moderatorin Dr. Marie Samland vom Jungen Forum O und U in einem Interview.

Die Kursreihe „Interpersonal Competence Training“ gibt Ärzten und Pflegenden Werkzeuge an die Hand, um die Arbeit im Team und die Sicherheit in der Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Das innovative Kurskonzept wurde von Lufthansa Aviation Training (LAT) in Kooperation und mit der Expertise der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) entwickelt. Der nächste Kurs für Führungskräfte (IC 3) findet vom 20. bis zum 21. November 2020 in Seeheim-Jugenheim unter Berücksichtigung der Mindestabstandsregelungen statt. Mitglieder von DGOU, DGOOC und DGU erhalten 10 Prozent Rabatt mit dem Buchungscode „DGOU_AKTION“.

Neben Fachkompetenz und standardisierten Abläufen gehört auch Sozialkompetenz bei Ärzten und Pflegenden zu einer sicheren Patientenversorgung. Denn Experten zufolge gehen 70 Prozent der Zwischenfälle in der Medizin auf einen Mangel an kognitiven und zwischenmenschlichen Fertigkeiten zurück (1). Doch das Training von zwischenmenschlichen Fähigkeiten, sogenannten Human Factors, spielt in der Ausbildung und in den Kliniken immer noch eine untergeordnete Rolle. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Welttages für Patientensicherheit am 17. September 2020 aufmerksam. „Das Training von zwischenmenschlichen Fähigkeiten ist eine wichtige Säule der Patientensicherheit“, sagt DGOU-Präsident Prof. Dr. Dieter C. Wirtz.

Die Bewerbungsfrist für den Science Slam ist bis zum 30. September 2020 verlängert worden. Anders als in den letzten zwei Jahren findet das beliebte Format in einer digitalen Live-Version innerhalb der Digitalen Woche O&U #digitalOU2020 am 21. Oktober von 19.30 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Alle jungen und alten Mediziner sind aufgerufen, sich mit einem originellen Beitrag dem wissenschaftlichen Wettstreit zu stellen, egal ob sie aus dem ambulanten oder stationären Sektor, aus der Notallmedizin oder der Grundlagenforschung, aus der Prävention oder Rehabilitation kommen. Der Gewinner oder das Gewinnerteam erhält das Slam-Stipendium von 1.000 Euro.