„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Nach der erfolgreichen Premiere am 8. April 2020 wird die Webinar-Reihe „COVID-19 – Der unfallchirurgische Notfall in der Pandemie“ fortgesetzt. Experten aus O und U stellen sich nun in regelmäßigen Webinaren drängenden Fragen aus dem klinischen Alltag. Die einzelnen interaktiven Online-Fortbildungen haben unterschiedliche Hosts und Themenschwerpunkte. Für die kostenfreie Teilnahme ist eine Vorabregistrierung auf der Lernplattform bikmed der Akademie für Unfallchirurgie (AUC) erforderlich. Das nächste Webinar findet am 22. April 2020 von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr statt. Im Mittelpunkt stehen interaktive Falldiskussionen sowie eine Gesprächsrunde zur Wiederaufnahme der elektiven Versorgung nach der Corona-Krise.

Die COVID-19-Pandemie beeinflusst derzeit den Alltag aller. Auch Orthopäden und Unfallchirurgen müssen sich mit neuen Fragen auseinandersetzen. Genaue Antworten gibt es für viele Problemstellungen nicht, da die Flut an Informationen kaum noch überschaubar ist. Modifiziert nach dem bekannten ATLS-Dogma „be prepared“ (Advanced Trauma Life Support) haben aktive Mitglieder der Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletzenversorgung (NIS) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) nun die gut bekannte „Trauma Couch“ kurzerhand umgetauft zur „Virtual Trauma Couch“. In Form von Kurzvorträgen können sich Interessierte in einer Kurzfortbildungsreihe zu COVID-19 und zum Umgang mit Corona-Patienten informieren.

Anlässlich der COVID-19-Pandemie hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) Auszüge aus dem für dieses Jahr angekündigten Handbuch Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) bereits jetzt veröffentlicht. Mit den verfügbaren Inhalten möchte das Bundesamt die Krankenhäuser in der aktuellen Situation bei den Vorbereitungen auf mögliche Gefahren- und Schadenslagen unterstützen. Die Informationen stehen auf der Website des BKK zum Download bereit.

Orthopäden und Unfallchirurgen sind zu einem großen Teil mit Patienten konfrontiert, die über somatische Schmerzen klagen. Oft ist es der Rücken, der von akuten oder chronischen Schmerzen betroffen ist. In welchem Bezug aber steht der Schmerz zum Körper? Und wann ist er mit der Seele verknüpft? Auch dies ist ein Aspekt, den Orthopäden und Unfallchirurgen mit Empathie und durch genaues Zuhören herausfinden müssen. Wolfgang Bartels, Leiter der AG Psychosomatik der DGOU, hat sich in der aktuellen Ausgabe der Mitgliedergliederzeitschrift Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten (OUMN) damit befasst, wie sich körperliches und seelisches Leiden gegenseitig beeinflussen. Zudem zeigt er in seinem Artikel exemplarisch, wann der Blick über den eigenen Fachbereich hinaus zu richten ist.

Die Kliniken in Deutschland sind derzeit maximal gefordert. Neben der „Mobilmachung“, der Schaffung von geeigneten Versorgungsstrukturen, der Ausweitung von Intensivkapazitäten und der Sorge um die eigene - aber auch die Gesundheit der Familien und der Mitarbeiter - herrscht allgemeine Verunsicherung, besonders in der Behandlung von Notfällen. Experten aus O und U stellen sich in regelmäßigen Webinaren drängenden Fragen aus dem klinischen Alltag. Die einzelnen interaktiven Online-Fortbildungen haben unterschiedliche Hosts und Themenschwerpunkte. Für die kostenfreie Teilnahme ist eine Vorabregistrierung auf der Lernplattform bikmed der Akademie für Unfallchirurgie (AUC) erforderlich. Interessierte erhalten dort zusätzliches Material zum Download. Aufzeichnungen der bereits durchgeführten Webinare sind zudem auf youtube.com verfügbar.

 

Die Covid-19-Epidemie stellt Ärzte und ärztliches Fachpersonal vor immense Aufgaben: Intensivmedizinische Behandlungen, Identifikation von Covid-19-Patienten, Quarantäne – nicht zuletzt aber auch vor die Herausforderung, sich selbst und die eigenen Mitarbeiter zu schützen und die Praxis bzw. Klinik entsprechend der geltenden Vorschriften zu reinigen und zu desinfizieren. Um dem immensen Bedarf der Ärzte in Klinik und Praxis an aktuellem Wissen zur Covid-19-Pandemie und dem praktischen Umgang damit gerecht zu werden, sendet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) gemeinsam mit der medupdate GmbH, einem Anbieter bundesweiter Update-Seminare, zweimal pro Woche ein COVID-19-Update aus dem Studio ihrer Videoplattform „streamedup“. Ziel ist es deeskalierend zu wirken und Angst und Panik durch eine rationelle Sicht der Dinge zurückzudrängen.

Die COVID-19-Pandemie führt aktuell zu tiefgreifenden Veränderungen und Einschränkungen in der ganzen Welt. Im Rahmen des erhöhten Bedarfs an medizinischer Kapazität gab es eine Vielzahl von Einschränkungen der gesamten Medizin unabhängig von der Fachrichtung. Diese sind auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie deutlich spürbar. Behandlungspflichtige Erkrankungen und Verletzung in diesem Fachgebiet treten jedoch, unabhängig von SARS-CoV-2, weiterhin auf und müssen sowohl ambulant, als auch stationär versorgt werden. Um zu evaluieren, wie stark die Auswirkungen der aktuell bestehenden Regulation auf die Ausübung in O und U sind, führen die Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universitätsklinik Bonn und das Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie (CMC) der Charité - Universitätsmedizin Berlin mit Unterstützung der DGOU und des BVOU eine Umfrage durch.

Aus Anlass der Coronakrise erhalten Orthopäden und Unfallchirurgen ein besonderes Informationsangebot: Experten aus O und U stellen sich im Rahmen eines Webinars drängenden Fragen aus dem klinischen Alltag. Der kostenfreie Online-Kurs findet am 8. April 2020 von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr statt und richtet sich an alle Mitglieder der DGU und DGOU. Für die Teilnahme ist eine Vorabregistrierung auf der Lernplattform bikmed der AUC nötig, dort wird auch zusätzliches Material zum Download angeboten. Die Registrierung kann unter bit.ly/2Uzrwb9 vorgenommen werden.

Die aktuelle Pandemie ändert den klinischen Alltag aller Ärzte und deren Mitarbeiter. Auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie wird gerade alles getan, um die medizinische Versorgung von Corona-Patienten sicherzustellen. Wie verläuft derzeit die Behandlung von Arbeitsunfallopfern? Welche Operationen gelten als dringlich, welche können verschoben werden? Um die Krankenhäuser bei den alltäglichen Abläufen zu unterstützen, hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) Empfehlungen für den Umgang mit Unfallverletzten und dringlichen OP-Indikationen zusammengestellt.

Nicht-sterile OP-Sets dürfen auch weiterhin in der Klinik verwendet werden. Das geht aus einem aktuellen Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) hervor, das nach erfolgreichen Gesprächen mit Vertretern der DGOU verfasst wurde. Hintergrund ist die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR). Sie sieht vor, dass für eine bessere Rückverfolgung alle Medizinprodukte, auch Kleinteile wie Platten, Schrauben und Marknägel, in Einwegmaterialien verschweißt angeboten werden, um sie mit einem entsprechenden Label kennzeichnen zu können. Orthopäden und Unfallchirurgen kritisieren diese Neuregelung, da mit der Einzelverpackung OP-Zeiten verlängert und Ressourcen verschwendet würden. DGOU-Generalsekretär Prof. Dr. Dietmar Pennig hat neben DGOU-Präsident Prof. Dr. Dieter C. Wirtz die Verhandlungen mit dem BMG geführt und fasst in einem Interview die wichtigsten Fakten zur MDR und zu den Kritikpunkten zusammen.