„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Nach einer erfolgreichen Premiere auf dem letzten Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) geht der Science Slam in die nächste Runde. Auch für den diesjährigen DKOU sind Orthopäden und Unfallchirurgen aufgerufen, sich dem Wettstreit mit anderen Slammern zu stellen und ihr Forschungsprojekt allgemeinverständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Dabei sind den möglichen Themen keine Grenzen gesetzt: Von der PowerPoint-Präsentation bis hin zum Mitmach-Theater ist alles erlaubt. Bewerbungen sind bis zum 26. Mai 2019 möglich.

Gemeinsame Pressemitteilung von DGOU und AE

Entscheidung über Implantatauswahl muss in ärztlicher Hand bleiben

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik befürchten Qualitätseinbußen bei der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken durch den wachsenden Einfluss ökonomischer Faktoren. „In den meisten Kliniken entscheiden die Operateure entweder eigenverantwortlich oder gemeinsam mit den Einkaufsabteilungen, welche Implantatmodelle von welchem Hersteller zum Einsatz kommen. Damit wird medizinischen Aspekten ausreichend Rechnung getragen“, betont der AE-Generalsekretär und stellvertretende DGOU-Präsident Prof. Dr. Carsten Perka. Doch gebe es mittlerweile eine Reihe von Häusern, in denen die Mediziner nur noch sehr eingeschränkt in die Auswahl der Implantate einbezogen oder vor einem Herstellerwechsel vom Klinikmanagement zu Rate gezogen würden. „Erfolgen Implantat- oder Herstellerwechsel unvermittelt und häufig, muss jedes Mal wieder eine Lernkurve mit den neuen Implantatmodellen überwunden werden. Das kann die Zahl der Komplikationen und erneuten Operationen erhöhen“, sagt AE-Vizepräsident Prof. Dr. Karl-Dieter Heller unter Hinweis auf Analysen des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD). Über aktuelle Trends beim künstlichen Gelenkersatz berichten Experten von DGOU und AE auf der Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU). Der Kongress findet vom 2. bis zum 4. Mai 2019 in Baden Baden statt.

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie

DKOU 2019: Das Vorprogramm steht – ab 1. Mai anmelden

„Wissen braucht Werte“ lautet das diesjährige Motto des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU). Es verdeutlicht, dass Ärzte alltäglich Leistungen auf hohem medizinischem Niveau erbringen und gleichzeitig im Konflikt mit ökonomischen Druck, politischer Fehlsteuerung und Personalmangel stehen. Das Vorprogramm, das jetzt erschienen ist, zeigt ein breites Spektrum der versorgungsrelevanten, brennenden Themen aus dem Fach Orthopädie und Unfallchirurgie. Der DKOU findet vom 22. bis zum 25. Oktober 2019 in Berlin statt. Anmeldungen zum Frühbucherrabatt sind bis zum 15. August 2019 möglich.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät zu einem Kopfschutz beim Radfahren. Das kann ein herkömmlicher Fahrradhelm sein. Eine Alternative bietet der Kopf-Airbag. Bei einem Aufprall bläst sich der um den Hals getragene Kragen wie ein Vollintegralhelm auf und schützt den Kopf. Vorteil gegenüber dem Fahrradhelm ist der gleichzeitige Schutz des Nackens, der Halswirbelsäule, des Kiefers und des Gesichts. „Jedes Frühjahr geht zum Start der Fahrradsaison die Anzahl der verletzten Fahrradfahrer in unseren Notaufnahmen in die Höhe. Oft ist der Kopf betroffen. Daher: Helm auf beim Radfahren!“, rät Prof. Dr. Paul Alfred Grützner, Präsident der DGOU und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Chirurgen gehen in den nächsten zwei Jahren etwa die Hälfte aller niedergelassenen Chirurgen und mehr als ein Drittel der Chirurgen im Krankenhaus in Rente – ein Nachwuchsmangel ist absehbar. Was lässt sich dagegen tun? Wie lassen sich Studierende für das Fach O und U begeistern? In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ ist jetzt ein Artikel erschienen, der Denkanstöße zur Steigerung der Attraktivität des Fachgebiets gibt.

Medizinstudierende können sich noch bis zum 5. Juli für die Summer School 2019 der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) anmelden. Bei dem „Schnupperkurs“ vom 28.8. bis zum 30.8.2019 in Münster bekommen angehende Mediziner auch in diesem Jahr wieder Gelegenheit, einen Blick in ihre mögliche berufliche Zukunft zu werfen. Auf dem Programm der 11. Summer School stehen unter anderem Diskussionsrunden zur Karriereplanung sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Workshops können die Nachwuchsmediziner Verfahren wie Arthroskopie oder Endoprothetik selbst erproben und damit umfassende Einblicke in das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie gewinnen.

Die Kursreihe „Interpersonal Competence Training“ gibt Ärzten und Pflegenden Werkzeuge an die Hand, um die Arbeit im Team und die Sicherheit in der Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Das innovative Kurskonzept wurde von Lufthansa Aviation Training (LAT) in Kooperation und mit der Expertise der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) entwickelt. Der nächste Kurs für Assistenz- und Fachärzte (IC 1) findet vom 28. bis zum 29. Juni 2019 in Seeheim-Jugenheim statt. Mitglieder von DGOU, DGOOC und DGU erhalten 10 Prozent Rabatt mit dem Buchungscode „DGOU_AKTION“.

Der Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) dient der Förderung von Neuerungen auf dem unfallchirurgischen Fachgebiet. Die Auszeichnung wird für wissenschaftliche Arbeiten zu diagnostischen oder anwendungstechnischen Innovationen vergeben, die zeitnah in die Patientenversorgung einfließen können. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Firma DePuy-Synthes gestiftet. Bewerbungen können bis zum 31. Mai 2019 eingereicht werden.

Die Anforderungen an angehende Chefärzte und leitende Ärzte im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie gehen weit über das Medizinische hinaus. In Vertragsverhandlungen gilt es, juristische Fallstricke zu erkennen und Besonderheiten wie Privatliquidation und leistungsabhängige Bezüge sinnvoll und korrekt zu gestalten. Auch betriebswirtschaftliche und arbeitsrechtliche Kenntnisse sind unerlässlich. Der neue Intensivkurs „Chefarzt und Leitender Arzt in O und U“ (CLOU+) vermittelt dieses Wissen. Er wurde inhaltlich erweitert und beleuchtet nun auch die Perspektive Niederlassung. Das nächste Seminar findet vom 13. bis zum 14. September 2019 in Berlin statt.

Um die Diagnostik von Kindeswohlgefährdung und die Versorgungssituation von Kindern in einer akuten Situation zu verbessern, hat eine multiprofessionelle Leitlinienkommission Handlungsempfehlungen für sämtliche am Kinderschutz beteiligte Berufsgruppen entwickelt. Nun ist die S3-Leitlinie Kindesmisshandlung, -missbrauch und -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik veröffentlicht worden. Die sogenannte Kinderschutzleitlinie, die auch unter Beteiligung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) entstanden ist, kann online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) abgerufen werden.