„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und herausragende Leistungen in den Bereichen der Unfallheilkunde sowie der Versicherungs-, Versorgungs- und Verkehrsmedizin oder angrenzenden Fachgebieten zu würdigen, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) den Hans-Liniger-Preis aus. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Bewerbungen können noch bis zum 31. Mai 2019 eingereicht werden.

Vormittags in der Schule sitzen und nachmittags vor dem Computer: Das schafft kein Kinderrücken unbeschadet. Er braucht für seine gesunde Entwicklung jeden Tag aktive Bewegung. Daran erinnert die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März 2019. „Kinder sollten nach der Schule oder der Kita den Bewegungsmangel aufholen. Auch wenn es altmodisch klingt, aber sie müssen raus an die Luft und sich austoben, Fußball spielen oder Fahrrad fahren, um ihre Muskulatur zu stärken. Wer zu viel sitzt, bekommt Rückenschmerzen“, sagt Prof. Dr. Bernd Kladny, DGOU-Generalsekretär und Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, m&i-Fachklinik Herzogenaurach. Die DGOU gibt Tipps, wie sich der Sitzkreislauf durchbrechen lässt.

Nachwuchs, Sektorengrenzen, Finanzierung – alles bekannte Stichworte, die entscheidend für die künftige Entwicklung des Fachbereichs Chirurgie sind. Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) machte beim Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg gemeinsam mit anderen Verbänden eine Bestandsaufnahme aktueller Rahmenbedingungen und diskutierte über die Entwicklung der Chirurgie. Das zentrale Thema dabei war der Nachwuchsmangel und wie der BDC seine Nachwuchsarbeit ausbauen kann. Die Tagung fand vom 22. bis zum 23. Februar 2019 in Nürnberg statt.

Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen

VSOU-Kongress 2019: Gesund durch Bewegung

Die nächste Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU) steht unter dem Motto „Gesund durch Bewegung“. Mediziner sind dazu eingeladen, sich in über 400 Vorträgen, Workshops, Seminaren und Podiumsdiskussionen zu Themen aus O und U zu informieren. Die Tagung findet vom 2. bis zum 4. Mai 2019 unter der wissenschaftlichen Leitung der Kongresspräsidenten Prof. Dr. Philipp Drees und Prof. Dr. Christian Heiß in Baden-Baden statt.

Viele Jahre hat die Kommission Gutachten der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Arbeitsgemeinschaft Sozialmedizin der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) eng zusammengearbeitet und unter anderem Fortbildungen für Gutachter organisiert. Im Rahmen der Verschmelzung von Orthopädie und Unfallchirurgie ist aus den zwei Gruppierungen im Oktober 2018 die neue Sektion Begutachtung der DGOU entstanden – die bisherigen Organisationen wurden aufgelöst. Mit einem ersten Treffen hat die Sektion unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Dresing im Januar offiziell ihre Arbeit aufgenommen.

Die Hände sind beim Heimwerken besonders gefährdet. Doch nicht immer bieten Arbeitshandschuhe den besten Schutz. Während bei Bauarbeiten die Finger mit Handschuhen gut geschützt sind, können sich Heimwerker damit an der Bohrmaschine oder der Kreissäge schwer verletzen. Anlässlich des Tags der Hand am 1. März 2019 rät deshalb die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), an rotierenden elektrischen Werkzeugen auf Handschuhe zu verzichten. Denn erfasst ein Bohrer einen Handschuh, zieht er den Finger hinterher und kann ihn schwer verletzen oder abreißen.

Das Bildungsinstitut für Kompetenz in der Medizin (bikmed), eine Tochtergesellschaft der Akademie der Unfallchirurgie (AUC), hat den zweiten Platz beim diesjährigen Innovationspreis für digitale Bildung (delina) belegt. Im Februar wurde die Auszeichnung auf der Bildungsmesse LEARNTEC in Karlsruhe verliehen – unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In der Kategorie Aus- und Weiterbildung konnte die bikmed-GmbH mit ihrem Format ATLS®-Refresher Online-Kurs überzeugen.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) begrüßt den Referentenentwurf zur Errichtung eines verbindlichen Deutschen Implantateregisters vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Denn so wird die Datenbasis des bisher von der DGOOC freiwillig geführten Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) zur Erfassung künstlicher Hüft- und Kniegelenke ausgeweitet. Das EPRD erfasst derzeit über 60 Prozent der Operationen aller Endoprothetikversorger: Damit liefert es schon heute wertvolle wissenschaftliche Daten und trifft Aussagen zur Qualität der Versorgung und Haltbarkeit der Produkte – anders als der aktuelle Referentenentwurf vermuten lässt, kritisiert die Fachgesellschaft. Das Know-how der EPRD-Experten diente dem BMG bereits für die Konzeption des neuen Registers. Nun spricht sich die Fachgesellschaft dafür aus, dass der Wissensvorsprung aus ihrer Registerarbeit auch weiterhin berücksichtigt wird: „Auch ein staatliches Register darf vom medizinischen Sachverstand nicht entkoppelt werden“, warnt DGOOC-Generalsekretär Prof. Dr. Bernd Kladny.

Welche Perspektive hat ein junger Mensch, der heute den Arztberuf ergreifen möchte? Wie lässt sich Weiterbildung attraktiv gestalten und welche neuen Berufsbilder werden den Klinikalltag verändern? Das waren zentrale Themen bei der Zukunftswerkstatt am 27. November 2018, zu der die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) geladen hatte. In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ (OUMN) ist hierzu jetzt ein Artikel erschienen.

Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) können ab sofort Kandidaten für den Nichtständigen Beirat für die Amtszeit von 2020 bis 2022 vorschlagen. Die Empfehlungen müssen bis zum 31. März 2019 vorliegen.