„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Welche Perspektive hat ein junger Mensch, der heute den Arztberuf ergreifen möchte? Wie lässt sich Weiterbildung attraktiv gestalten und welche neuen Berufsbilder werden den Klinikalltag verändern? Das waren zentrale Themen bei der Zukunftswerkstatt am 27. November 2018, zu der die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) geladen hatte. In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ (OUMN) ist hierzu jetzt ein Artikel erschienen.

Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) können ab sofort Kandidaten für den Nichtständigen Beirat für die Amtszeit von 2020 bis 2022 vorschlagen. Die Empfehlungen müssen bis zum 31. März 2019 vorliegen.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) begrüßt die zusätzlichen Mittel für Notaufnahmen im Rahmen des Notfallstufenkonzeptes des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Die Fachgesellschaft weist jedoch darauf hin, dass es auch mit den neuen Zuschlägen für die an der Notfallversorgung teilnehmenden Kliniken bei einer Unterfinanzierung der Notaufnahmen bleibt. Zudem spricht sie sich für die Teilhabe von Orthopäden und Unfallchirurgen an der Notaufnahme-Leitung aus. Denn durchschnittlich ein Drittel der Diagnosen in der Notaufnahme betreffen das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie. Eine Studie (doi.org/10.1007/s00113-018-0577-5) zeigt zudem jetzt erstmals genaue Zahlen für eine Großstadt: Im Untersuchungsgebiet München mussten 43 Prozent der Notfallpatienten am Muskel-Skelett-System behandelt werden. Bei den meisten Fällen handelt es sich um Verletzungen. „O und U ist ein wesentlicher Bestandteil in der Notfallmedizin. Dem müssen wir mit orthopädischer und unfallchirurgischer Fachkompetenz und gut ausgestatteten Notaufnahmen begegnen“, sagt Prof. Dr. Paul Alfred Grützner, Präsident der DGOU und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Die Kursreihe „Interpersonal Competence Training“ gibt Ärzten und Pflegenden Werkzeuge an die Hand, um die Arbeit im Team und die Sicherheit in der Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Das innovative Kurskonzept wurde von Lufthansa Aviation Training (LAT) in Kooperation und mit der Expertise der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) entwickelt. Der nächste Kurs für Führungskräfte (IC 3) findet vom 12. bis zum 13. April 2019 in Seeheim-Jugenheim statt. Mitglieder von DGOU, DGOOC und DGU erhalten 10 Prozent Rabatt mit dem Buchungscode „DGOU_AKTION“.

Wie lässt sich das Risiko für erneute Knochenbrüche bei Osteoporose-Patienten senken? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Studie „FLS-Care“ (Fracture Liaison Services) unter Führung von Prof. Dr. Wolfgang Böcker und Prof. Dr. Christian Kammerlander vom Klinikum der Universität München (LMU). In dem Projekt stellt ein Netzwerk aus Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten sicher, dass die im Krankenhaus begonnene Abklärung und Therapie der Osteoporose ambulant weitergeführt wird. Die Studie wird mit 3,2 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

Patienten können ihre Erfahrungen nach einer arthroskopisch durchgeführten Gelenk-OP an Knie, Hüfte oder Schulter im Deutschsprachigen Arthroskopieregister (DART) erfassen. Sie dokumentieren dabei über einen längeren Zeitraum ihren Gelenkzustand, ihre Zufriedenheit und etwaige Komplikationen und tragen damit zur Gelenkforschung bei. Auf die Möglichkeit und Bedeutung der Mitarbeit von Patienten macht die Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tages der Arthroskopie am 1. Februar 2019 aufmerksam. „Mit der Beteiligung unserer Patienten an der Registerforschung können wir die Operationsergebnisse besser messen. Das hilft uns bei der Verbesserung unserer Behandlungen“, sagt Prof. Dr. Carsten Perka, stellvertretender DGOU-Präsident und Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Verletzen sich ältere Menschen an der Wirbelsäule, erfordert das andere Behandlungsstrategien als bei jungen Patienten. Der Grund: Häufig liegt bei Senioren eine Osteoporose vor, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Daher können Mediziner gängige Therapiekonzepte nicht einfach auf betagte Osteoporose-Patienten mit weiteren Alterserkrankungen übertragen. Doch wie können osteoporotische Wirbelkörperfrakturen am besten behandelt werden – konservativ genauso wie operativ? Die Sektion Wirbelsäule der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat nun Behandlungsempfehlungen erarbeitet. Sie sind jetzt im Fachmagazin „Der Orthopäde“ erschienen.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat eine neue Führungsspitze. Seit dem 1. Januar 2019 ist Prof. Dr. Paul Alfred Grützner Präsident der DGOU. Er ist Ärztlicher Direktor der BG Klinik Ludwigshafen und Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Stellvertretender DGOU-Präsident ist Prof. Dr. Carsten Perka, Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Prof. Dr. Bernd Kladny, Chefarzt der Orthopädischen Abteilung der Fachklinik Herzogenaurach, bleibt weiterhin Generalsekretär. Ebenso setzt Prof. Dr. Dietmar Pennig, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Handchirurgie und Orthopädie am St. Vinzenz-Hospital (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Köln) sein Amt als stellvertretender Generalsekretär fort.

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

Probemitgliedschaft in der DGCH

Ein Mehr an Mitgliedern erlaubt eine bessere politische Vertretung. Daher hat die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) ihre Satzung ergänzt, um Chirurginnen und Chirurgen Vollmitgliedschaften zur Probe zu ermöglichen. Diese Probemitgliedschaft für drei Jahre können alle assoziierten Mitgliedern der zur DGCH gehörigen Fachgesellschaften in Anspruch nehmen, darunter auch die Mitglieder der DGOOC und der DGU. Der Jahresbeitrag beträgt 25 Euro. Mit einer Mitgliedschaft in der DGCH werde ein wichtiger Schritt zur Sicherung des chirurgischen Arbeitsumfeldes und Erhalt der patientenbezogenen Qualitätsstandards gegangen, sagt DGCH-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Tim Pohlemann.

Rund um Silvester kommt es jedes Jahr zu schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Besonders häufig sind die Hände betroffen, die Folgen können gravierend und bleibend sein. Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) sowie die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rufen deshalb zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Böllern und Feuerwerk auf. Sie geben Tipps für ein möglichst sicheres Silvestervergnügen.