Angesichts wachsender Herausforderungen in der Notfallversorgung – von Naturkatastrophen über Großschadensereignisse bis hin zu bewaffneten Konflikten – gewinnt die Vorbereitung auf eine Medizin unter Extrembedingungen an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat sich in Halle (Saale) am 24. April 2026 im Rahmen eines Symposiums und im Beisein hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter aus Landespolitik, Medizin und Rettungswesen sowie fast 300 Gästen das Mitteldeutsche Zentrum für Krisenresilienz und Katastrophenmedizin (MZKR) gegründet. Auf der Veranstaltung hob die DGOU die Bedeutung des Zentrums hervor: „Ich bin fest davon überzeugt, dass das gegründete Zentrum einen erheblichen Beitrag zur Resilienz des Gesundheitswesens in Krisenlagen leisten wird“, betonte DGOU-Präsident Prof. Dr. Frank Hildebrand.
Das MZKR ist ein gemeinsames Projekt des BG Klinikums Bergmannstrost Halle und der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Es soll Ausbildung, konzeptionelle Arbeit und digitale Anwendungen miteinander verknüpfen. Für die DGOU ist die strukturierte Vorbereitung auf Krisen, Krieg und Katastrophen ein zentrales Anliegen.
In Heft 2/2026 der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ (OUMN) ist ein ausführlicher Artikel zu den geplanten Vorhaben und Zielen des MZKR erschienen.