„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“

AG Ethik, Recht und Geschichte der Unfallchirurgie

Zielsetzung

Im unfallchirurgischen wie auch im orthopädischen Berufsalltag stellen sich Herausforderungen, die über das eigentliche Kerngebiet hinausweisen. Mit diesen ethischen und juristischen Fragestellungen beschäftigt sich die AG Ethik, Recht und Geschichte: von bekannten Herausforderungen wie zum Beispiel Chirurgie am Lebensende über Konflikte zwischen Ökonomie, Ethik und rechtlichen Vorgaben bis hin zum Umgang mit neuen Technologien wie Robotik, KI und LLM.

Leiterin

Dr. Silke Naumann d’Alnoncourt
Unfall‐ und Wiederherstellungschirurgie
Johanniter‐Krankenhaus Genthin‐Stendal

E-Mail

Stellvertretender Leiter

Dr. Thomas Friess
Versorgungsstrukturen und Netzwerke
Projektkoordination AltersTraumaZentrum- und AltersTraumaRegister-DGU
Akademie der Unfallchirurgie AUC, München 

E-Mail

 

  • Dr. Silke Naumann d’Alnoncourt, Stendal
  • Dr. Thomas Friess, Bochum
  • PD Dr. Michael Roesgen, Düsseldorf
  • Dr. Peter Könings, Mönchengladbach
  • Dr. Rainer Kübke, Berlin
  • Dr. Lea Usov, Frankfurt am Main
  • Astrid Hyun Joo Hoch, Sonfthofen

Gemeinsam denken, diskutieren, gestalten

Die Arbeitsgemeinschaft Ethik, Recht und Geschichte der DGU bietet die Möglichkeit, medizinischen Alltags aus neuen Perspektiven zu betrachten. Neben der klinischen Arbeit spielen ethische Entscheidungen, rechtliche Rahmenbedingungen und historische Entwicklungen eine zentrale Rolle in der modernen Unfallchirurgie. Unsere AG richtet sich an alle, die Interesse daran haben, über den unfallchirurgischen Tellerrand hinauszublicken und sich mit den grundlegenden Fragen des Fachs auseinanderzusetzen. Jedes DGU-Mitglied ist herzlich willkommen, vom Berufsanfänger über Fachärzteschaft bis hin zu den nicht mehr Berufstätigen. 

In unseren Treffen diskutieren wir aktuelle ethische Fragestellungen, wie zum Beispiel den Umgang mit neuen Technologien wie KI, Fragen der Verantwortung im ärztlichen Handeln oder die Abwägung zwischen medizinischer Machbarkeit und Patientenautonomie. Ebenso beschäftigen wir uns mit rechtlichen Aspekten, die für Ärztinnen und Ärzte im klinischen Alltag immer wichtiger werden – etwa Aufklärungspflichten, Haftungsfragen oder rechtliche Rahmenbedingungen bei Notfällen und schweren Verletzungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte der Unfallchirurgie. Wir werfen einen Blick darauf, wie sich das Fach im Laufe der Zeit entwickelt hat, welche Persönlichkeiten und Innovationen es geprägt haben und welche historischen Ereignisse medizinische Fortschritte beeinflusst haben. Das Verständnis dieser Entwicklungen hilft dabei, heutige Strukturen besser einzuordnen und zukünftige Herausforderungen reflektiert anzugehen. Die Mitglieder der AG sind an der Pflege der Stolpersteine vor der Universitätsklinik Leipzig am 8. Mai und 11. November jedes Jahres aktiv dabei.

Die AG lebt vom Austausch: Teilnehmende können eigene Themen einbringen, kurze Impulse vorbereiten und an den gemeinsamen Diskussionen teilnehmen. Ziel ist es, einen offenen Raum für interdisziplinären Dialog zu schaffen – zwischen Medizin, Recht, Ethik und Geschichtswissenschaft.

Wenn die Neugier besteht, über den Tellerrand der klinischen Routine hinauszuschauen, spannende Diskussionen zu führen und die Unfallchirurgie aus ethischer, rechtlicher und historischer Perspektive zu beleuchten, dann ist die Mitarbeit in der AG Ethik Recht und Geschichte genau richtig. Wir freuen uns über neue Mitglieder, frische Ideen und engagierte Diskussionen!

Bei Interesse schreiben Sie bitte an unsere Geschäftsstelle: office(at)dgu-online.de

  • Pflege der Stolpersteine am Universitätsklinikum Leipzig am 08. Mai und 09. November
  • Ethische Kompetenzentwicklung im Umgang mit neuen Technologien (z.B. DIGAs, Robotik, KI, ChatGPT)
  • Medizingeschichte im Alltag – Artikelreihe in Nachrichten aus O&U
  • Mediziner im Krieg – Krieg und Medizin
  • Ethische Herausforderungen im Umgang mit Ökonomie und Personalmangel
  • Die Bedeutung von Ethik-Komitees im klinischen Alltag
  • Jährliche DKOU Sitzung zu wechselnden aktuellen medizin-ethischen und juristischen Themen

  • S. Naumann d’Alnoncourt „Esmarch – Pionier der standardisierten Ersten Hilfe – „richtige Hilfe bis der Arzt kommt“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2023, 13 (3)
  • M. Roesgen „Ilizarovs Ringfixateur“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2023; 13 (4)
  • S. Naumann d’Alnoncourt „Poelchens funktionelle Nachbehandlung“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2024; 14 (1)
  • R. Kübke „Pionierin der Luftrettung“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2024; 14 (2)
  • M. Roesgen „Der Langenbeck Haken – ein chirurgisches Allzweckinstrument“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2024; 14 (3)
  • S. Naumann d’Alnoncourt „Einer, der die Rehabilitation Querschnittsgelähmter revolutionierte“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2024; 14 (4)
  • P. Könings „Von der Idee zur operativen Umsetzung“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2024; 14 (5)
  • M. Roesgen „Kaum Narbenbildung bei der Allgöwer Naht“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2025; 15 (1)
  • S. Naumann d’Alnoncourt „Freiherr von Mikulicz-Radecki. Ich bin Chirurg“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2025; 15 (3)
  • S. Naumann d’Alnoncourt, L. Köster, D. A. Back, M. Samland „Ärztliche Kunst im digitalen Universum. Ethische Kompetenzentwicklung für die neuen Technologien“, Orthopädie und Unfallchirurgie 2025; 15 (1)
  • M. Roesgen, E. Bertram, Th. Friess, S. Naumann d’Alnoncourt, H.J. Oestern, Th. Schmickal, E. Scola „Ethik, Recht, Geschichte: Wesen und Wandel der DGU“, Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der DGU 2022, Hrsg.: H. Zwipp, H.J. Ostern, Beitrag 36, 2022
  • M. Roesgen; E. Bertram; S. Grafe; H. Hermichen; H.J. Oestern; E. Scola: „Priorisierung oder unbegrenzte Möglichkeiten in Orthopädie und Unfallchirurgie?“, Unfallchirurg 2019, 122,6: 490-494.
  • M. Roesgen, L. Jaeger, E. Bertram, S. Grafe, T. Mischkowsky, D. Paul, J. Probst, E. Scola, H. D. Wöllenweber. 2015. Patientenrechte – Arztpflichten, Teil I und II. Eine Analyse des Patientenrechtegesetzes durch Mediziner für Mediziner. Versicherungsmedizin 2: 64-69; Versicherungsmedizin 3: 120-122.
  • A. Ekkernkamp und J. Probst. 2004. Von der Unfallheilkunde zur Unfallchirurgie. Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 98: 31-36. Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 33, H. 4.
  • H.-J. Oestern und J. Probst (Hrsg.). 1997. Unfallchirurgie in Deutschland – Bilanz und Perspektiven. Springer.

  • Stolpersteinpflege am 08. Mai und 09. November jeweils 13 Uhr vor dem Eingang des Universitätsklinikum Leipzig
  • Online-Diskussionsrunde jeden 2. Mittwoch im Monat; Teilnahme nach vorheriger Anmeldung per E-Mail willkommen

 

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