„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Qualität und Sicherheit

Datenauswertung aus dem AltersTraumaRegister DGU® kann starten

© Robert Kneschke / Fotolia

Seit 2016 erfasst das AltersTraumaRegister DGU® (ATR-DGU) Daten aus der Versorgung geriatrischer Patienten nach einer hüftgelenksnahen Oberschenkelfraktur wie beispielsweise einem Oberschenkelhalsbruch. Die Informationen sollen dazu beitragen, die Behandlungsqualität bei älteren Menschen zu verbessern. Für die Publikation von wissenschaftlichen Auswertungen aus dem Register hat der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) nun eine verbindliche Publikationsrichtlinie verabschiedet, die das Prozedere für das Erstellen von Forschungsarbeiten und Publikationen verbindlich festschreibt. Damit kann nun offiziell die Auswertung der gesammelten Daten beginnen.

 

Seit drei Jahren stellt das AltersTraumaRegister DGU® (ATR-DGU) ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung in den zertifizierten AltersTraumaZentren DGU (ATZ-DGU) dar. Nun wird es darüber hinaus auch die Forschung unterstützen. Die jährlich wachsende Datenbank, in die alle über 70-Jährigen mit hüftnaher Oberschenkelfraktur und nachfolgender OP eingeschlossen werden, enthält sowohl Daten zu den unterschiedlichen Phasen der klinischen Behandlung als auch Informationen zum Outcome nach dem Eingriff. Zusätzliche Erhebungen, um die Lebensqualität der Patienten vier Monate nach der Fraktur abzubilden, befinden sich zudem in der Pilotphase. Somit ermöglicht das Register Darstellungen und Analysen zu unterschiedlichen Fragestellungen der alterstraumatologischen Versorgung – gerade diese besitzt im Hinblick auf den demografischen Wandel und die besonderen Behandlungserfordernisse beim geriatrischen Patienten einen wachsenden Stellenwert.

Die Publikationsrichtlinie des ATR-DGU wurde von der Arbeitsgemeinschaft (AG)  Alterstraumatologie der DGU in Zusammenarbeit mit der Akademie der Unfallchirurgie (AUC) erarbeitet. Aus der AG Alterstraumatologie beteiligten sich federführend Dr. Thomas Friess, Prof. Dr. Benjamin Bücking sowie Prof. Dr. Matthias Knobe.  

Von der Auswertung bis zur Veröffentlichung der Daten

Wissenschaftliche Mitarbeiter der zertifizierten AltersTraumaZentren dürfen den Gesamtdatensatz des Registers zur Erstellung von Vorträgen und Postern auf Fachkongressen sowie für wissenschaftliche Publikationen verwenden – vorausgesetzt die Klinik hat zuvor ein Jahr lang hinreichend zum Datensatz beigetragen. Um die Daten aus dem Register nutzen zu können, ist ein entsprechender Antrag erforderlich, der in einem internen Reviewprozess geprüft wird. Bei der Datenauswertung berät und unterstützt die AUC methodisch und statistisch und gibt Hilfestellung beim wissenschaftlichen Schreiben.  Für die Forschungsfragen soll von den Wissenschaftlern ein Ethikvotum eingeholt werden. Die daraus entstandene Publikation durchläuft vor der Veröffentlichung erneut einen Prüfprozess. Sämtliche Vorlagen, Anträge und die Publikationsrichtlinie stehen online zur Verfügung.

Quelle: Website AltersTraumaZentrum DGU®

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