„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Wissenschaft

DGU würdigt Arbeiten herausragender Wissenschaftler

© kritchanut / Fotolia

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat auch in diesem Jahr wieder herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet von O und U ausgezeichnet. Die drei Kongresspräsidenten Prof. Dr. Paul A. Grützner (DGOU und DGU), Prof. Dr. Carsten Perka (DGOOC) und Dr. Thomas Möller (BVOU) haben die Ehrungen gemeinsam mit den beiden DGOU-Generalsekretären Prof. Dr. Bernd Kladny und Prof. Dr. Dietmar Pennig letzte Woche auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin verliehen. Sie ehrten Forscher mit dem Hans-Liniger-Preis, dem Innovationspreis und dem Promotionspreis und vergaben zudem ein Reisestipendium.

PD Dr. Lukas Weiser von der Georg-August-Universität in Göttingen wurde mit dem Hans-Liniger-Preis PD Dr. Lukas Weiser (3.v.r.) wurde mit dem Hans-Liniger-Preis 2019 der DGU geehrt © T. Tanzyna / Intercongress2019 der DGU geehrt. Die Auszeichnung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist mit 10.000 Euro verbunden. Der 35-jährige Wissenschaftler hat in seiner Studie den Einfluss der Knochendichte auf die Pedikelschraubenstabilität mittels eines Belastungstests untersucht. Dabei konnte Weiser zeigen, dass die Knochenqualität einen signifikanten Einfluss auf die Stabilität der Schrauben hat und dass ab einem bestimmten Grenzwert keine sichere Verankerung der Schraube im Wirbelkörper möglich ist.

„Insufficient stability of pedicle screws in osteoporotic vertebrae: biomechanical correlation of bone mineral density and pedicle screw fixation strength“ und „Time to Augment?! Impact of Cement Augmentation on Pedicle Screw Fixation Strength Depending on Bone Mineral Density“

 

PD Dr. Matthias Pumberger vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité - PD Dr. Matthias Pumberger (3.v.r.) urde mit dem Innovationspreis 2019 der DGU ausgezeichnet © T. Tanzyna / IntercongressUniversitätsmedizin Berlin mit dem Innovationspreis 2019 der DGU ausgezeichnet. Der Preis für diagnostische oder anwendungstechnische Neuerungen ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von DePuy Synthes gestiftet. In seiner Arbeit hat der Wissenschaftler die Genauigkeit der Dual-Energy-Computertomographie (DECT) bei Bandscheibenverletzungen von Patienten mit Wirbelkörperfrakturen untersucht. Dabei ist das DECT eine spezielle CT-Untersuchung, die durch Nachbearbeitung eine visuelle Darstellung von Bandscheibenveränderungen ermöglicht. Dank der prospektiven Studie kann die Patientenbehandlung bei Wirbelkörperfrakturen in Zukunft verbessert werden.

„Disk injury in patients with vertebral fractures - a prospective diagnostic accuracy study using dual-energy computed tomography“

 

 

Dr. Sarah Kelch von der Klinik für Geburtsmedizin an der Charité – Universitätsmedizin BerlinDr. Sarah Kelch (2.v.r.) hat den Promotionspreis 2019 der DGU erhalten. © T. Tanzyna / Intercongress
hat den Promotionspreis 2019 der DGU erhalten. Der Preis ist mit 2.500 Euro verbunden und würdigt die Dissertation „Gender-independent miRNA expression profiles in bone homeostasis as potential cellular biomarkers and targets for osteoporosis diagnosis and treatment“. Auf der Suche nach innovativen Möglichkeiten zur Diagnosestellung der Osteoporose mittels replizierbaren Blutuntersuchungen, lassen sich miRNAs identifizieren, die durch ihre Rolle in dem komplexen Netzwerk der Genregulation einen negativen Einfluss auf die Knochenzellen nehmen. In Ihrer Studie konnte Kelch zeigen, dass durch Blockade dieser „schlechten“ miRNAs, die Zellen wieder zu „normalen“, nicht-osteoporotischen Zellen regeneriert werden können. Es gelang der 29-jährigen Wissenschaftlerin eine neue Säule diagnostischer und klassifizierender Möglichkeiten aufzuzeigen. Künftig könnten diese Nukleinsäurebotschafter als therapeutisch einsetzbare Moleküle eine bedeutende Rolle für die personalisierte Medizin der Osteoporose spielen.

„Gender-independent miRNA expression profiles in bone homeostasis as potential cellular biomarkers and targets for osteoporosis diagnosis and treatment“

PD Dr. Dirk Zajonz vom Universitätsklinikum Leipzig wurde mit dem Reisestipendium 2019 der DGU PD Dr. Dirk Zajonz (4.v.l.) wurde mit dem Reisestipendium 2019 der DGU geehrt. © T. Tanzyna / Intercongressgeehrt. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro verbunden. Das Preisgeld hat der Wissenschaftler für einen Forschungsaufenthalt an der University Otago in Dunedin, Neuseeland verwendet. Dort hat er unter anderem im Biomechanik Labor zum Thema „Biomechanische Analyse des Auftretens und der operativen Versorgung von periprothetischen proximalen Femurfrakturen bei Implantation von Hüfttotalendoprothesen“ geforscht.

 

 

 

Dr. Tobias Fritz vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg wurde mit dem "Innovation in Dr. Tobis Fritz (4.v.l.) wurde mit dem Innovation in Education Award ausgezeichnet. © T. Tanzyna / IntercongressEducation Award" der Akademie für Unfallchirurgie (AUC) und der Trauma Academy für seine Arbeit "TRAUMA 4.0 – Innovative Surgical Education Curriculum (ISEC) – Integration Intraoperative Augmented Reality in Life-Like Fracture Kurse" ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert.

 

 

Fotogalerie: Verleihung der Wissenschaftspreise auf dem DKOU 2019

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