„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Lesetipp OUMN

Innovationen: Zukunftsperspektiven in O und U

© NicoElNino / Adobe Stock

Um Patienten jederzeit bestmöglich behandeln zu können, bedarf es einer stetigen Weiterentwicklung in der Medizin. Dazu gehören eine intensive Grundlagenforschung sowie die permanente Prüfung moderner Therapiemethoden. Welche Perspektiven und Herausforderungen ergeben sich in Orthopädie und Unfallchirurgie durch Innovationen und wie kann das Fach für den medizinischen Nachwuchs attraktiv bleiben, während sich die Arbeitsbedingungen in Kliniken und Forschung stetig ändern? In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ haben Experten aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) Anknüpfungspunkte für Innovationen aufgezeigt und positive Aussichten sowie kritische Fragestellungen reflektiert.

Trotz der Breite des Fachs O und U liegen die Schwerpunkte der fachlichen Weiterentwicklung auf einigen klassischen Volkskrankheiten und Versorgungverfahren. Dazu zählen unter anderem Arthrose, Verletzungen und degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und Osteoporose. In diesen Beispielen sei durch das stationäre Vergütungssystem ein deutlicher Schritt von der konservativen hin zur operativen Behandlung zu verzeichnen. Das gelte es zu hinterfragen und die Behandlungskonzepte zu überprüfen, heißt es im Artikel. Versorgungsforschungsprojekte und Grundlagenforschungsarbeiten seien notwendig, um beispielsweise Arthrose und Osteoporose künftig auch präventiv zu behandeln zu können. Um akute Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates zu therapieren, seien sowohl konservative Maßnahmen zur Ruhigstellung der Gelenke als auch die Rekonstruktion durch Osteosynthese mittels minimalinvasiver weichteilschonender Verfahren, 3D-Bildgebung sowie Virtual- und Augmented-Reality-Technologien wesentliche Ansätze für eine noch bessere Versorgung der Patienten.

Aufgrund der häufigen Anwendung stehen besonders Implantate im Fokus für Innovationen und wissenschaftliche Analysen. Neue Verfahren wie „Fast Track“ sollen das Gewebe beim Eingriff schonen und somit eine schnelle Mobilisierung des Patienten sicherstellen. Während diese Methode in anderen Fächern längst etabliert sind, bestünde in O und U Aufholbedarf, bemerken die Autoren.

Um allen Entwicklungen im Fach gerecht zu werden, seien Netzwerke zwischen klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Arbeitsgruppen erforderlich. Die DGOU diene hierfür als Plattform. Darüber hinaus solle Forschung idealerweise in Zentren oder Verbünden erfolgen und Künstliche Intelligenz sowie Digitalisierung im Fokus haben, betonen die Experten. Diese neuen Technologien dienen nicht nur der Heilung der Patienten, sondern machen das Fach O und U attraktiv für den medizinischen Nachwuchs – schließlich sollen die „besten Köpfe“ angezogen werden. Wie genau junge Kolleginnen und Kollegen frühzeitig in die Forschung integriert werden können und welche Methoden der Outcome-Bewertung künftig eine Rolle spielen, beschreibt der OUMN-Artikel „Innovationen im Fach O und U – Entwicklungsperspektiven in Wissenschaft und Forschung“ (© DGOU und BVOU [2021] Published by Springer Medizin Verlag Berlin [2021]. All rights reserved.).

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