„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Lesetipp

Nachwuchsmangel: Auf der Suche nach Mentoren für Ärzte in Weiterbildung

© OUMN

Der Nachwuchsmangel in O und U liegt auf der Hand. Was ist zu tun, damit junge Mediziner dem Fach treu bleiben? Das Junge Forum O und U hat sich auf der Jahrestagung der Norddeutschen Orthopäden und Unfallchirurgen diesem Thema angenommen. In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ ist jetzt ein Artikel erschienen, der Mentoring-Programme als Lösung für den fehlenden Nachwuchs bespricht.

Die vom Jungen Forum O und U organisierte Diskussionsrunde beginnt mit einem Bezug auf die griechische Mythologie. Mentoring sei keine neuzeitliche Errungenschaft, gibt Annika Hättich, Sektionsleitung Öffentlichkeitsarbeit, zu bedenken. Auch nach heutigem Verständnis bestehe die Funktion eines erfahrenen Mentors darin, dem Mentee in der beruflichen und persönlichen Entwicklung zu helfen. Dabei hätten sich unterschiedliche Konzepte etabliert.

Das AGA-Mentoring-Programm beispielsweise sei ein Konzept, mit welchem Lernziele schneller erreicht würden, berichtet Dr. Franziska Loos aus Leipzig. Ihre Motivation als Mentorin liege darin begründet, dass sie selbst von der Erfahrung zweier Mentoren profitierte. Es sei nicht notwendig, „jeden Fehler selber zu machen, den andere vor einem schon gemacht haben“, so ihre Devise. Gerne gebe sie ihre Tipps und Tricks weiter und freue sich stets über die Fortschritte ihrer Mentees.

Beispielhaft sei die Weiterbildung an der Waldklinik Eisenberg, stellt Facharzt Dr. Marcel Schulze die Entwicklung aus seiner Klinik vor: es gebe feste Strukturen und Rotationen. Auch würden den jungen Assistenzärzten Mentoren zugeteilt, die für die Probezeit beratend und einführend zur Seite stehen. Für wichtig halte er aber, dass der Mentor ein Ansprechpartner und nicht der unmittelbar Vorgesetzte ist. Bestätigt wird diese Sichtweise durch einen Mentee aus den eigenen Reihen: Assistenzarzt Dr. Stefan Hertling vertritt sogar den Standpunkt, sich mit einem Mentor außerhalb der eigenen Klinik zu verbinden.

Weitere Blickwinkel auf die Rolle von Mentoren und Informationen zu Mentoring-Angeboten gibt der OUMN-Artikel „Wo sind all die Mentoren hin?“.

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https://www.dgu-online.de/news-detailansicht/nachwuchsmangel-auf-der-suche-nach-mentoren-fuer-aerzte-in-weiterbildung.html
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