„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Fall des Monats Februar 2013 des KH-CIRS-Netzes Deutschland

Verwechslung von enteralem und intravenösem Zugang

© Eisenhans / Fotolia

Der aktuelle CIRS-Bericht beschreibt den Fall einer Verwechslung von enteralem und intravenösem Zugang. Der Fachbeirat CIRSmedical.de sieht einen der wichtigsten Aspekte zur Verhinderung solcher Verwechslungen in der Verwendung nicht-kompatibler Systeme.

Im konkreten Fall arbeiteten zwei Krankenhausmitarbeiter gleichzeitig an einem Patienten. Einer der beiden aspirierte aus der Magensonde Sekret und verwendete dafür eine unbeschriftete intravenöse Spritze, die er im Anschluss in der Nähe des Patienten ablegte.

Der andere legte zeitgleich einen neuen intravenösen Zugang und wollte diesen mit Natriumchlorid spülen. Versehentlich ergriff er die Spritze mit dem aspirierten Sekret in dem Glauben, es sei Natriumchlorid. Erst im letzten Moment fiel den Mitarbeitern die Verwechslung auf.

Die eingereichte Schilderung verdeutlicht die Wichtigkeit einer sorgfältigen Beschriftung von Spritzen und anderem medizinischem Gerät. Außerdem, so die Empfehlung des Fachbeirats CIRSmedical.de, sollten intravenöse und enterale Systeme nicht kompatibel sein.

Im September 2012 hat die Medical Nutrition International Industry (MNI) mit ENLock und ENPlus zwei Systeme veröffentlicht, die nicht mit Luer-Anschlüssen kompatibel sind und somit  eine Verwechslung von enteralen und intravenösen Zugängen verhindern.

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