„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Pressemitteilungen

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Der finanzielle Aufwand für eine Krankenhaus-Notfallübung zur Vorbereitung auf einen Massenanfall von Verletzten (MANV) liegt bei bis zu 100.000 Euro. Das zeigt jetzt eine Untersuchung, die unter dem Titel „Kostenabschätzung für MANV-Übungen im Krankenhaus“ online in der Fachzeitschrift „Der Unfallchirurg“ erschienen ist. Die hohen Kosten sind einer der Gründe, warum Notfallübungen in Deutschland bisher nicht zur Routine gehören. Doch Prof. Dr. Paul Alfred Grützner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) warnt: „In Deutschland wird zu wenig geübt. Um gut für Großschadensereignisse gerüstet zu sein, benötigen Krankenhäuser MANV-Übungen“. DGU und DGOU fordern daher die Bereitstellung eines festen Budgets für die Kliniken, um sich mit Übungen auf den MANV vorbereiten zu können. Ärzte, Pflegekräfte, Verwaltungsmitarbeiter und Mitarbeiter des technischen Dienstes sollten einen Krankenhaus-Notfallplan mindesten einmal pro Jahr praktisch üben.

In Deutschland profitieren durchschnittlich 30.000 Schwerverletzte pro Jahr von der Traumaregister-Forschung. Das TraumaRegister DGU® (TR-DGU) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erfasst nahezu komplett alle Schwerverletzten in Deutschland. Damit stehen der DGU epidemiologisch verlässliche Daten zur Versorgung und zum Behandlungsergebnis dieser Patientengruppe zur Verfügung. Die Daten sind Kernstück der nationalen Qualitätssicherung in der Schwerverletztenversorgung. Zudem ermöglicht das TR-DGU intensive Forschungsarbeiten: Mit Ergebnissen, die einen Überlebensvorteil bieten, werden Diagnostik und Therapie kontinuierlich verbessert. „Das Traumaregister ist für uns der Schlüssel, um die Qualität unserer Arbeit zu verbessern“, sagt Prof. Dr. Joachim Windolf, Präsident der DGU sowie Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf. Das TR-DGU existiert nunmehr seit 25 Jahren. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Der Unfallchirurg“ des Springer Medizin Verlages widmet sich dem Jubiläum mit sechs Fachbeiträgen.

Der Anteil der Menschen, die 80 Jahre oder älter sind, wird sich bis zum Jahr 2050 verdoppelt haben, sagt eine Erhebung des Statistischen Bundesamts vorher. Millionen Menschen leiden im Alter an Arthrose, Wirbelsäulenerkrankungen, Osteoporose oder sind nach einem Sturz in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Experten sehen in der alternden Bevölkerung mit ihrer steigenden Krankheitslast eine Herausforderung, auf die sich alle Leistungsträger im Gesundheitswesen vorbereiten müssen. Welche Schritte dazu notwendig sind, erläutern Experten auf einer Pressekonferenz, die im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018 am 26. Oktober in Berlin stattfindet.

Muskelverletzungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Neue Behandlungskonzepte versprechen eine immer schnellere, vollständige Heilung. Ob sie diese Versprechen wirklich halten, ist bisher noch nicht ausreichend durch Studien belegt, betonen Orthopäden und Unfallchirurgen und warnen vor einem zu frühen Wiedereinstieg ins Training. Wie Muskelverletzungen sich vermeiden lassen, wie die optimale Therapie aussieht und was bei der Rehabilitation zu beachten ist, erklären Experten bei einer Pressekonferenz anlässlich des DKOU 2018 in Berlin.

Wenn sich Keime auf Implantaten wie etwa Kunstgelenken, Metallplatten, Schrauben oder Nägeln ansiedeln, drohen dem Patienten erhebliche Unannehmlichkeiten wie Schmerzen, mehrfache Operationen und häufig ein schlechteres Behandlungsergebnis. Orthopäden und Unfallchirurgen haben diese sogenannten „implantatassoziierten Infektionen“ als Schwerpunktthema auf die Agenda des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018 gesetzt. Dort werden unter anderem neue Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung dieser Komplikation diskutiert.

Über 300.000 Menschen verletzten sich im Jahr 2017 bei einem Verkehrsunfall. Unter den Verunglückten waren auch 31.000 Fußgänger und knapp 80.000 Radfahrer, wie Auswertungen des Statistischen Bundesamts zeigen. Beide Gruppen sind im Herbst und Winter besonders gefährdet, weil sie bei Nebel und Dunkelheit leicht übersehen werden, warnen Experten im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018. Mit reflektierenden Leuchtmützen möchte die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) Fußgänger und Sportler bei schlechten Lichtverhältnissen besser sichtbar machen. Über ihre Kampagne „Mit Sicherheit durch den Winter“ berichten Experten auf einer Pressekonferenz am 23. Oktober in Berlin.

Roboterarme, 3D-Drucker und computerassistierte Planungssysteme sorgen dafür, dass Patienten nach der Gelenkersatzoperation immer schneller wieder mobil werden. Implantate können zudem maßgeschneidert für den Patienten hergestellt werden – dadurch funktionieren sie möglicherweise besser und halten vielleicht länger als nicht-angepasste Implantate. Telemedizin kann die Nachbehandlung und Rehabilitation unterstützen. Die Digitalisierung ist eines der Kernthemen auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018 in Berlin. Experten beleuchten dieses Thema auf einer Pressekonferenz, die im Rahmen des Kongresses, am 24. Oktober stattfindet.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) haben heute auf einer Pressekonferenz in Berlin das Weißbuch Alterstraumatologie vorgestellt. Es führt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von älteren Patienten mit Knochenbrüchen auf. Kern der Behandlungsempfehlungen ist die Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Altersmedizinern in einem multiprofessionellen Team. Damit lässt sich laut einem aktuellen Studienergebnis die Sterblichkeit älterer Patienten nach einem Oberschenkelhalsbruch um mehr als 20 Prozent senken. Daher fordern beide Fachgesellschaften unter anderem die Übernahme ihrer Empfehlungen in die Regelversorgung. „Aufgrund der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen rasanten Zunahme von Altersbrüchen müssen auch die Strukturen in der Alterstraumatologie mitwachsen“, betont DGU-Präsident Prof. Dr. Joachim Windolf, Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf.

Fast jeder Mensch leidet mindestens einmal im Leben an Kreuzschmerzen. Wie man diagnostisch vorgeht und wie man behandelt, ist im Wesentlichen abhängig von der Schmerzursache. Maßgeblich hierfür sind zwei Leitlinien. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz wurde unter Beteiligung von Orthopäden und Unfallchirurgen überarbeitet und 2017 aktualisiert. Neu erschien zur Ergänzung in 2018 die unter Federführung von Orthopäden und Unfallchirurgen erstellte Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz. Wie Arzt und Patient bei Kreuzschmerzen am besten vorgehen, erklären Experten auf einer Pressekonferenz, die am 24. Oktober 2018 im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin stattfindet.

Anlässlich des Tags der älteren Generation am 1. Oktober 2018 geben die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) Tipps zur Vermeidung von Stürzen im hohen Alter. Denn bereits ab dem 50. Lebensjahr nehmen Balance, Muskelkraft, Ausdauer und Beweglichkeit ab, sodass mit zunehmendem Alter das Risiko steigt, zu stürzen und sich dabei zu verletzen. Senioren können dem entgegenwirken: mit gezieltem Training von Kraft und Balance.