„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Qualität und Sicherheit

Schwerverletztenversorgung - Kompetenz und Zeit entscheiden

Jedes Jahr erleiden über 35.000 Menschen in Deutschland schwere, oft lebensbedrohliche Verletzungen. Die Überlebenschance sinkt mit jeder Viertelstunde. Das Behandlungsergebnis hängt maßgeblich ab von der Verletzungsart und -schwere, der zeitnahen präklinischen und klinischen Erstversorgung in einer kompetenten Traumaklinik und der ständigen fachgerechten Verfügbarkeit aller für die Versorgung von Schwerverletzten notwendigen medizinischen Disziplinen.

Die Unfallversorgung befindet sich in Deutschland auf einem bereits sehr hohen Niveau. Die Versorgungsqualität in einzelnen Regionen und Bundesländern ist jedoch durchaus unterschiedlich. Um jedem Schwerverletzten an jedem Ort in Deutschland zu jeder Zeit die gleichen Überlebenschancen zu bieten, hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) verschiedene Initiativen ins Leben gerufen.

Die Initiative TraumaNetzwerk DGU® wurde 2008 ins Leben gerufen. Ziel ist eine flächendeckende leistungsstarke Versorgung Schwerverletzter – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

Das 2016 eingeführte Trauma Care Bundle umfasst sechs evidenzbasierte Maßnahmen, die bei jedem Schwerverletzten durchgeführt werden sollen. Damit soll die Handlungssicherheit von Rettungsdienstmitarbeitern erhöht werden.

Das Weißbuch der Schwerverletztenversorgung wurde 2006 von der DGU publiziert. Es enthält Empfehlungen zur Struktur, Organisation und Ausstattung der Schwerverletztenversorgung in der Bundesrepublik Deutschland.

Das TraumaRegister DGU® wurde 1993 gegründet. Es trägt dazu bei, Sicherheit und Qualität in der Schwerverletztenversorgung zu erhöhen.

Seit 2012 bildet TKmed® ein multidisziplinäres und sektorenübergreifendes Netzwerk für medizinische Dienstleister.