„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Sektion Kindertraumatologie

Projekte

Curriculum

  • Die SKT arbeitet gerade mit der Unterstützung der DGOU und der DGKCh an einem 6-teiligen Curriculum zur Erlangung eines Zertifikates „Kindertraumatologie“. Die Kurse sollen Anfang 2022 unter der Organisation der AUC beginnen.

Studien

  • Aktuell läuft eine deutschlandweite retrospektive multizentrische Studie über proximale metaphysäre Tibiafrakturen bei Kindern mit einem Alter bis zu 10 Jahren. Ziel ist hier Risikofaktoren für die Entstehung eines posttraumatischen Genu valgum und einer S-förmigen Deformität zu identifizieren und einen Behandlungsalgorithmus zur konservativen und operativen Therapie zu erstellen
  • PedFemFx ist ein multizentrisches Beobachtungsregister für Femurschaftfrakturen bis zu einem Alter von 16 Jahren. Neben den Behandlungsdaten und einem Follow-up bis zu 2 Jahren werden auch die Lebensqualität von Patient und/oder Eltern gemessen. Beteiligt sind 5 Kliniken aus Nordamerika und 10 Kliniken aus dem deutschsprachigen Europa. Mit den Unterschriften unter dem Protokoll begann im August 2017 die Initiierung der Kliniken, seit Frühjahr 2018 werden Patienten eingeschlossen und aktuell sind bereits annähernd 200 dokumentiert. Die geplanten 300 Kinder sollten bis Herbst/Ende 2019 eingeschlossen sein, sodass 2021 die Daten vollständig sind. Die Studienleitung liegt bei Peter Schmittenbecher (Karlsruhe) und Unni Narayanan (Toronto), die Finanzierung und Organisation bei der AO-CID.
  • Zur Behandlung der Femurschaftfraktur wird über zwei Jahre eine prospektive AO-CID Studie durchgeführt, die durch die AO mit 750.000 Sfr gefördert wird. Bisher sind fünf Studienzentren im deutschsprachigen Europa beteiligt.
  • Die DFG-geförderte Studie zur Behandlung der distalen Unterarmfraktur beim Kind unter Leitung von Prof. Dr. L. Wessel aus Mannheim wurde wegen zu geringer Beteiligung nicht weiter gefördert. Sie soll aber als Registerstudie weiter geführt werden.

Register

Im Register "pathologische Frakturen“ sind inzwischen über 65 Kinder eingeschlossen. Weitere Kliniken können sich gern beteiligen. Nähere Informationen gibt es direkt bei der Sektion Kindertraumatologie.


Bücher und Artikel

Das Lehrbuch "Praxis der Kinder- und Jugendtraumatologie" ist erschienen. Alle Herausgeber sind Mitglieder der Sektion. Federführend war Hans-Georg Dietz, der stellvertretende Sektionsleiter bis 2012. In 2011 sind im Unfallchirurgen zwei Themenhefte der Kindertraumatologie erschienen. Leitthema des ersten Heftes im April war die obere Extremität, im Mai folgte die untere Extremität, jeweils mit fünf Artikeln. In beiden Heften wurde von den Autoren darauf geachtet, im Gegensatz zum Lehrbuchinhalt kontroverse und aktuelle Themen zu behandeln. Ein weiteres Themenheft zur Kindertraumatologie ist für das European Journal of Trauma noch in diesem Jahr in Planung.


Weißbuch

Die zweite, erweiterte Auflage des Weißbuchs ist erschienen. Hier wird für die TraumaNetzwerke der DGU unter 3.4 erstmals ein "kindertraumatologisches Referenzzentrum" beschrieben und gefordert. Ein überregionales Traumazentrum muss demnach zukünftig auch kindertraumatologische Kompetenz nachweisen. Ist innerhalb eines Netzwerks keine solche Kompetenz vorhanden, muss eine Kooperation mit einem benachbarten Netzwerk diese herstellen.


Neuordnung des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens

Ein Arbeitskreis der Sektion berät die DGUV bei der Neuausrichtung der Heilverfahren. Bereits verabschiedet ist eine verpflichtende regelmäßige Fortbildung des D-Arztes im Bereich Kindertraumatologie. Gearbeitet wird derzeit im Bereich VAV, SAV und Reha-Management. Ziel ist eine beschlussfähige Vorlage bis Ende 2012.


D-Arzt Kind

Die Sektion ist weiterhin eingebunden in die Erstellung von Richtlinien zur Behandlung unfallverletzter Kinder sowohl im Bereich der Schwerverletztenversorgung (Weißbuch, Traumanetzwerk, VAV) als auch in entsprechenden Bereichen der Neuausrichtung des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens.