„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Die Zahl schwer verletzter und erkrankter Patienten hierzulande bleibt seit einigen Jahren stabil. Dennoch steigt die Patientenzahl in Notaufnahmen zunehmend. Dabei zeigt eine Hamburger Studie, dass über die Hälfte der Betroffenen ihre Beschwerden für nicht dringend halten. Dadurch sind die Wartezeiten für Patienten, die dringend auf die Hilfe in der Notfallambulanz angewiesen sind, oft viel zu lang. Die Notfallversorgung in Deutschland müsse daher schnellstens grundlegend reformiert werden, um diese Anlaufstellen zu entlasten, forderten Ärzte auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin. Die Experten begrüßen die Initiative des Bundesgesundheitsministeriums, die ambulante, stationäre und rettungsdienstliche Notfallversorgung zusammenzulegen, um die Patientenströme zu koordinieren. Die dafür zentrale Rufnummer 116117 des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes müsse hierfür aber noch bekannter werden. Überdies sei es unerlässlich, die Notfallversorgung fachübergreifend zu strukturieren und besser zu vergüten.

Aktuelles (1-3)

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3. Notfallkonferenz der DGU

Sind unsere Kliniken sicher?

Die Bedrohungslage durch terroristische Aktivitäten ist nach wie vor präsent. Um den damit verbundenen medizinischen Herausforderungen klinisch, taktisch und strategisch begegnen zu können, initiiert die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) seit 2016 einen Erfahrungs- und Wissensaustausch mit relevanten Gruppen und vor allem mit der Bundeswehr. Schwerpunkt der diesjährigen Notfallkonferenz wird ein Blick auf die Sicherheit der Kliniken selbst sein. Zusätzlich steht die Vorbereitung auf chemische und radioaktive Bedrohungen im Fokus. Die Konferenz findet am 29. November 2019 in Ludwigshafen statt.

Akute Verletzungen wie Brüche, Prellungen und Zerrungen – aber auch Überbelastungsschäden an Gelenken und Knochen – nehmen im Kindes- und Jugendalter zu, beobachten Sportorthopäden. Die Ursache sehen sie vor allem in zu wenig Verletzungsprävention, etwa passendem Schuhwerk, Einlagen, einem altersgerechten abwechslungsreichen Trainingsplan oder ausreichenden Regenerationszeiten. In vielen Fällen würden sich auch bereits durch ein adäquates Präventionstraining oder maßvollere Sporteinheiten Verletzungen und deren Spätfolgen vermeiden lassen. Im Zuge des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2019 (DKOU) warnen die Experten vor zu intensivem Sport ohne Regenerationszeiten im Kindesalter. Sie weisen darauf hin, dass Folge- und Überlastungsschäden – auch durch zu einseitige Bewegungsabläufe – junge Menschen lebenslang körperlich beeinträchtigen können.

Viele Patienten mit Haltungsschäden, Fehlstellungen, Verletzungen oder Schmerzen am Bewegungsapparat kennen das: Sie durchlaufen eine Odyssee von Arzt zu Arzt, bis die korrekte Diagnose und Therapie feststehen. Auf einer Pressekonferenz des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) am 22. Oktober 2019 in Berlin berichten Fachärzte über die Gründe und inwiefern die erschwerten Bedingungen bei der Weiterbildung dabei eine Rolle spielen. Denn immer weniger Ärzte lernen in ihrer Weiterbildung zum Facharzt das gesamte konservative und operative Spektrum von Orthopädie und Unfallchirurgie kennen. Um die Versorgung in Zukunft sicherzustellen, seien neue Weiterbildungskonzepte wie Rotationsmodelle, innovative Simulationsverfahren – etwa aus Virtual und Augmented Reality – aber auch eine flächendeckende Finanzierung der Weiterbildung notwendig.

Netzwerk

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Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)
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Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU)
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Verband leitender Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. (VLOU)
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The European Society for Trauma and Emergency Surgery (ESTES)
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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
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Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC)
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Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
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Bundesverband der Durchgangsärzte e.V.
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European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology (EFORT)
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Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.
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