„Die Unfallchirurgie in Deutschland - unsere Verantwortung und Verpflichtung“
 

Aktuelles

Patienten können ihre Erfahrungen nach einer arthroskopisch durchgeführten Gelenk-OP an Knie, Hüfte oder Schulter im Deutschsprachigen Arthroskopieregister (DART) erfassen. Sie dokumentieren dabei über einen längeren Zeitraum ihren Gelenkzustand, ihre Zufriedenheit und etwaige Komplikationen und tragen damit zur Gelenkforschung bei. Auf die Möglichkeit und Bedeutung der Mitarbeit von Patienten macht die Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tages der Arthroskopie am 1. Februar 2019 aufmerksam. „Mit der Beteiligung unserer Patienten an der Registerforschung können wir die Operationsergebnisse besser messen. Das hilft uns bei der Verbesserung unserer Behandlungen“, sagt Prof. Dr. Carsten Perka, stellvertretender DGOU-Präsident und Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Verletzen sich ältere Menschen an der Wirbelsäule, erfordert das andere Behandlungsstrategien als bei jungen Patienten. Der Grund: Häufig liegt bei Senioren eine Osteoporose vor, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Daher können Mediziner gängige Therapiekonzepte nicht einfach auf betagte Osteoporose-Patienten mit weiteren Alterserkrankungen übertragen. Doch wie können osteoporotische Wirbelkörperfrakturen am besten behandelt werden – konservativ genauso wie operativ? Die Sektion Wirbelsäule der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat nun Behandlungsempfehlungen erarbeitet. Sie sind jetzt im Fachmagazin „Der Orthopäde“ erschienen.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat eine neue Führungsspitze. Seit dem 1. Januar 2019 ist Prof. Dr. Paul Alfred Grützner Präsident der DGOU. Er ist Ärztlicher Direktor der BG Klinik Ludwigshafen und Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Stellvertretender DGOU-Präsident ist Prof. Dr. Carsten Perka, Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Prof. Dr. Bernd Kladny, Chefarzt der Orthopädischen Abteilung der Fachklinik Herzogenaurach, bleibt weiterhin Generalsekretär. Ebenso setzt Prof. Dr. Dietmar Pennig, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Handchirurgie und Orthopädie am St. Vinzenz-Hospital (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Köln) sein Amt als stellvertretender Generalsekretär fort.

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

Probemitgliedschaft in der DGCH

Ein Mehr an Mitgliedern erlaubt eine bessere politische Vertretung. Daher hat die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) ihre Satzung ergänzt, um Chirurginnen und Chirurgen Vollmitgliedschaften zur Probe zu ermöglichen. Diese Probemitgliedschaft für drei Jahre können alle assoziierten Mitgliedern der zur DGCH gehörigen Fachgesellschaften in Anspruch nehmen, darunter auch die Mitglieder der DGOOC und der DGU. Der Jahresbeitrag beträgt 25 Euro. Mit einer Mitgliedschaft in der DGCH werde ein wichtiger Schritt zur Sicherung des chirurgischen Arbeitsumfeldes und Erhalt der patientenbezogenen Qualitätsstandards gegangen, sagt DGCH-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Tim Pohlemann.

Rund um Silvester kommt es jedes Jahr zu schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Besonders häufig sind die Hände betroffen, die Folgen können gravierend und bleibend sein. Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) sowie die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rufen deshalb zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Böllern und Feuerwerk auf. Sie geben Tipps für ein möglichst sicheres Silvestervergnügen.

Wie lassen sich Verletzungen der Wirbelsäule bestmöglich behandeln? Die Sektion Wirbelsäule der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat hierzu jetzt Empfehlungen veröffentlicht. In neun Fachbeiträgen widmet sich die englischsprachige Sonderbeilage zur Fachzeitschrift Global Spine Journal unter anderem Frakturen der Halswirbel, Verletzungen der subaxialen Halswirbelsäule sowie der Brust- und der Lendenwirbelsäule. Auch nicht-operative und operative Verfahren bei Osteoporose-bedingten Brüchen der Wirbelkörper werden beleuchtet. Das Heft ist auch online kostenfrei zugänglich.

Patienten müssen vor jedem operativen Eingriff über das OP-Verfahren sowie mögliche Risiken aufgeklärt werden. Dabei sollte ein erhöhtes Komplikationsrisiko, zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen des Patienten, berücksichtigt werden. Um Patienten bestmöglich zu informieren und dies auch mit deren Unterschrift rechtsicher zu dokumentieren, bietet sich ein individualisierter Aufklärungsbogen an: Wichtige Fakten zum Gesundheitszustand können hier handschriftlich vermerkt werden. Wie bedeutsam das ist, wird in der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ anhand einer speziellen Patientengeschichte dargestellt.

Das Deutschsprachige Arthroskopieregister (DART) der DART gGmbH und das KnorpelRegister DGOU der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) arbeiten zukünftig auf einer gemeinsamen Plattform. Zuvor wurden Behandlungsdaten von Arthroskopien an Knie, Schulter und Hüfte sowie Operationen zur Behandlung von Knorpelschäden auf zwei unterschiedlichen Plattformen erfasst. Ab sofort ist nur noch ein Zugang für beide Register notwendig. Das soll die Datenerfassung für Ärzte, Praxen und Kliniken erleichtern, die sowohl beim DART als auch beim KnorpelRegister DGOU aktiv sind. Zudem erhoffen sich die Initiatoren von der verbesserten Nutzerfreundlichkeit der kostenfreien Plattform einen weiteren Zuwachs an Teilnehmern. Mit der Erhöhung der Register-Fallzahlen soll die Qualitätssicherung und Forschung von gelenkchirurgischen Eingriffen weiter ausgebaut werden. Interessierte Ärzte können sich auf der DART-Website bzw. Website des KnorpelRegister DGOU als Teilnehmer registrieren.

Die Kursreihe „Interpersonal Competence Training“ gibt Ärzten und Pflegenden Werkzeuge an die Hand, um die Arbeit im Team und die Sicherheit in der Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern. Das innovative Kurskonzept wurde von Lufthansa Aviation Training (LAT) in Kooperation und mit der Expertise der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) entwickelt. Der nächste Kurs für Führungskräfte (IC 3) findet vom 1. bis zum 2. Februar 2019 in Seeheim-Jugenheim statt. Mitglieder von DGOU, DGOOC und DGU erhalten 10 Prozent Rabatt mit dem Buchungscode „DGOU_AKTION“.

Digitale Neuerungen in der Gesundheitsversorgung müssen frühzeitig aufgegriffen und aktiv mitgestaltet werden. Darin waren sich die 43 Experten aus dem Fach O und U einig, die auf der ersten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft (AG) Digitalisierung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) im Rahmen des DKOU 2018 mit dabei waren. Die Gründungsmitglieder nutzten das Treffen, um erste inhaltliche Schwerpunkte der AG festzulegen. So wurden unter anderem die Arbeitskreise „Weißbuch Digitalisierung in O und U“ sowie „Datenschutz“ ins Leben gerufen.